Cio?
haltung und die bey seziers liegenden Mühlen, bis 2 Ur Kammer schleuse von Porti-ragnes, dessen Aufstauung benöthigt sind. Steigt dieser Flufs aber etwa 4 fuFs überseinen niedrigsten stand, so fällt derselbe über das wehr/Zo Fig. 3. Tab. 76. des-sen profil in fig. g. f besser und deutlicher aber auf Tab. Q 3 . Fig. 3, dargestellt ist.Dies wehr wird in dürren Jahreszeiten, worin der orbflufs wenig wasser führt,mittelst einer stauwand e , die man fortnehmen kann, erhöhet, um den rlufs etwa0 schuh hoch als ein speisewasser des canals, aufzustauen. Bey dem niedrigstenStande desselben sind nicht nur alle sechs oeffnungen mit Balken geschlossen, son-dern es wird auf diese sechs Balkenwände Fig. l. noch eine drey schuh hohe plan-kenwand gesetzt. Bey der Rothenbrücke, d. i. da, wo der Canal den orbflufs verläfstTab 76. Fig. 3., ist ein stemmthor g oder eine stauschleuse angelegt, die die Hochgewäs-ser und die von demselben führenden Kiesel und Materialien aller Art von dem nachAgde gehenden canalast abhält, und die man wegen dem geringen unterschiede dercanalhöhe unterhalb und des orbflusses oberhalb , sobald es die Schiffahrt erfordert,öffnet, welches jedoch bey den höchsten Anschwellungen des Flusses nicht geschehenkann, wobey diese gänzlich stockt. Die verschliessung und oeffnung der sechs Eäl-kenöffnungen geschieht folgender Massen: die Mauerpfeiler a und s Fig. 38 . Tab. Q 4 .haben Vorsprünge, woran die Balken angelegt werden, die abgerundet sind, undnicht gegen einander überstehen. Auf dem einen pfeiler ist der vorsprung bey a,auf den andern bey b angebracht, Bey c steht ein beweglicher Drehständer, derunten einen auf den Boden des wehres eingegossenen Ring hat, womit sich derselbedreht und .daher die horizontale nage auf den Böden annehmen kann. Oben wirder von einem aus Eisen gemachten und leicht zu öffnenden- nalsbande .gehalten.Sobald die zusetzbalken an die Falze beyder Seitenmauern eingelegt werden sollen,so dreht man den Ständer so, dafs dessen breite Seite einige zoll vor die langeSeite des pfeilers hervor steht. Zwischen demselben und der Balkenwund wird einHolz" gesteckt, welches an die abgerundete seite des Ständers gelegt wird, und wo-durch dieser besser an dem einen Balken anliegt. Da das steigende wasser des Flus-ses die Balkenwand gegen den Ständer, der auf dem Boden des wehres an einem za-pfen oder Ringe befestigt ist, andrucken und ihn niederwerfen, folglich die Balken-wand, welche von dem Ständer gehalten werden soll, öffnen würde: so ist auf denOberfläche eines jeden pfeilers diese Vorrichtung gemacht, um den Ständer, so lange 1es nöthig ist, in dem verticalen Stande zu erhalten. Darauf ist nämlich eine etwavier zoll vor den pfeiler a hervorragende schwelle de (siehe auch Fig. 2 . Tab. 95.),befestigt. Zwischen dieser uncrdem Drehständer wird eine spreitze f nieder geschla-gen. Ist nun der orbflufs so hoch gestiegen, dafs eine oder mehrere Balkenwändegeöffnet werden sollen , so wird diese spreitze in die Hohe und weggeschlagen, derDrehständer mittelst des Wasserdruckes gegen die Balken seitwärts gedruckt , und*'endlich auf den Boden gelegt; dann springen die Balken einer nach dem andern auf