Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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'Anwendung gebracht werden sollte , weil es eine dichte die Filtration verhinderndeMasse gibt.

$. 139 . Oh zu den wichtigsten wehren in Europa das in naiern von mir imJahre 1810 in dem Isar - Flusse erbauete wehr gezählt werden müsse, wird jederIngenieur, der diese Beschreibung liest oder dieses wehr kennt, beurtheilen.

$. 140. Ich will demnach die Anlage , construction und Bauführung des beyLandshut in Baiern , in dem Isarßusse (1810) auf geführten Durchlafswehres be-schreiben. Siehe Tab. 101 u. 102.

§. 141. Bey Landshut lag im Jahre 180Q in dem Isarflusse ein 3Q0 rufs lan-ges veberfallwehr a. b. c. (siehe den plan Tab. 101.), welches die Ursache von denschädlichen uehersehwemimingen war , womit dieser Flufs die uferlande , und selbstLandshut öfters heimgesucht hatten , und die Umgebungen dieser universitäts - Stadtungesund machten, weil das wehr den Strom zu hoch aufstaute. Ja! das wasserdrang jährlich in die Keller dieser Stadt. Mehr als 150,000 fl. waren seit fünfzigJahren verbaut worden , um dieses wehr zu erhalten! Es bestand der ränge nachaus drey pfahlreihen, pfalil an pfähl geschlagen; auf acht Fufs Abstand gingen im-mer pfahlreihen, nach der Queere durch dieses 26 schuh breite wehr. Dessen vonden pfahlreihen formirten Felder waren unten mit Busch, oben mit Nagelflue-Steinengefüllt, die vordere Reihe dieser pfahlkästen lag zwey schuh höher als die hintere.Die Annagelung und Schiftung der auf die pfähle gelegten schwellen bewies unläug-bar: dafs man dieses wehr im Trocknen erbauet, und den Flufs durch die soge-nannte Kleine-Isar, wo jetzt das obere uebeifall - wehr v. v. liegt, abgelassen hatte.Im Jahr 1743 war dieses wehr a. b. c. erbauet , denn zuvor’lag ein anderes wehrin der Richtung g h i k m und g b ; der Flofsdurchlafs fand damals auf der rechtenSeite, wo er auf dem plan beschrieben ist, statt; dessen linkseitiger 33Ö schuh langer Flügel war nach der Richtung I m gelegt. Mit allen diesen Bauten hatte mandas Flufsbett, in diesem Bezirke, mit pfählen angefüllt. In der neuesten zeit warÖas wehr ab de (im Jahr 1808) zwischen d und e durchbrochen, woselbst man einenFachinenbau aufzuführen genöthigt war, und zugleich den baufälligen an der linkenSeite befindlichen »urchlafs gänzlich mit einer pfähl - und Balkenabdämmung x x zu-sperren. Von dieser zeit an war dieses wehr doppelt gefährlich für die uferlande,für die stadt Landshut und für die Hofs fahrt: denn der Strom war sowohl mit demWehr als den bey xx mit Steinen gefüllten Kasten abgedammt und sein Lauf unter-brochen; die plofse mufsten daher, mit der gröfsten Gefahr, über das obere veber -fall-wehr vr, in die Kleine -Isar hinabgleiten. Hiezu kam noch, dafs das Haupt-wehr adb, im Winter 180Q auf der rechten Seite bey a durchbrach, und dieserDurchbruch mit einem in der Eile angefertigten Faschinenbau zugedammt werdenmufste. Alle diese umstände und die Baufälligkeit von dem übrigen Theile des Weh-res machten den Bau einer neuen wehranlage zum dringendsten Bedürfnisse, welche