{Schiffen entsprechen, wie dies bey den schiffsdocken in Anwendung gekommen ist.Da aber dieser rall in Praxis gar nicht eintreten dürfte, denn man gebraucht zumErsatz der verseigung und der Ausdünstung in den untern canalhaltungen immer soviel wasser, als eine frequente Schifffahrt nur geben kann. Die schleusen auf denübrigen canälen Frankreichs und in Holland haben eine viereckige Form. An denschleusen auf dem Brüsseler - canal und an der slyker - schleuse sind aber die seiten-w’ände vieleckig und nur von wenig Englischen schleusen haben dieselben eine geringeAusbauchung nach der mitte zu, wahrscheinlich um durch dieselbe die geringe Soli-dität des Mauerwerkes zu ersetzen.
§. 17 Q. Die schifffahrts - schleusen sollten übrigens nur immer auf ein schiffeingerichtet werden, weil das Manöver der Durchschleusung zweyer schiffe viele Un-bequemlichkeit in der Ausführung hat und es sich nicht immer trifft, dafs entwederoben oder unten bey der schleuse zwey schiffe zu gleicher £eit anlangen. Die auf zwoschiffe eingerichteten Kammern verursachen daher einen unnöthigen Geld - und wasser*Aufwand. Dieses letztem wegen und da der mittägliche-canal, bey dürrer Jahres-zeit, zu wenig wasser hat, ist es ein wesentlicher Fehler, dafs die schleusen desselbenin der mitte 34 schuh weit sind, wiewohl die oeffnung nur 18 bis 19 schuh (calandeHistoire p. 32 .) beträgt. Ich bemerke zugleich: dafs die schleusen auf dem canal vonsourgogne und st. quentin 16; auf dem canal von sriare 14 ; auf dem von charol-lois 16; auf dem vom n. v. js ridgewater 16, auf dem oesterreichischen canal 7§ bis8 Fufs; auf dem Francisci - canal in Ungarn 24 schuh ; auf mehreren canälen in Eng-land 8 bis 12 Fufs, auf den canälen in Holland gröfstentlieils 30 schub in der Breitehaben, (die schleuse vom wieuwendiep hat 23 Fufs weite) und dafs die von mir zurSchiffbarmachung der March vorgeschlagenen schleusen eine Breite von 16 schuh er-halten sollten.
Zur Bestimmung der Form von den Schleusenkammern kann auch die Vorschriftgezählt werden , dafs die seitenwände nach aussen vertical und nicht schräge aufge-führt werden müssen, und dafs man daher die schleusen auf dem Mittäglichen-canaJ,die Mauer schräge haben, nicht nachahmen sollte j denn erstlich beschädigt inunserrn clima der schlagregen die schrägen ■ Marnern, und 2 tens bleibt darauf das Eisund wasser länger , als auf verticalen Mauern hangen, folglich dringt der Frost eherin die ziegel und den Mörtel, sprengt sonach bey de. Endlich verursachen die schrä-gen wände einen unnützen wasseraufwand; wenn freylich des Wassers zur Füllungder schleusen im ueberflufse vorhanden, der natürliche noden wasserdicht ist, unddie mirchschleusung nicht in kurzer zeit geschehen soll, so mag den schleusenmauerneine Böschung gegeben werden. In diesen Fällen kann man sogar die Schleusen-kammer sehr grofs , ja — nur aus Erdböschungen und einen natürlichen, oder auseinem Faschinenwerk gemachten Boden bestehen lassen. Schleusen mit ErdwändenJiaben in tanguedoc auf dem Leitgraben der Ebene bestanden; ja c& bestehen noch