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1-83. Ich habe in meinen Schriften die Bemerkung gemacht: dafs die Theorievon dem Druck der unter sich so verschiedenen Erdarten auf Futtermauern, nochbey weitem nicht im Reinen sey, und dafs die Praktiker solche Mauern bald zu schwach,bald zu stark angelegt haben. Wer kann die Wahrheit dieses Satzes widerlegen, wenner die oben gegebene Tabelle durchgeht, und die bisher bekannten Theorien kennt?Die Vorstellung: dafs die hinter einer Futtermauer liegenden Erdmassen ein Bestrebenhaben, sich herab zu senken, mithin auf die Fiittermaucr mit demjenigen Erdkörper,welcher herab rollen würde, wenn die Mauer nicht vorhanden wäre, drücken, liegtden bisher bekannten Theorien '2um Grunde, w r ovon die besten zu erweisen suchen,dafs, wenn der Durchschnitt, der auf die Mauer drückenden Erde ein Dreyeck istund die Erdtheile nach geraden und gleichlaufenden Richtungen abschiefsen, der Druckder Erde dem Quadrat ihrer Hohe proportional sey. Perronet in seinem Memoire surI’eboulement qui arrive quelquefois a des portions de montagaes etc. hat, wie michdünkt, schon erwiesen, dafs sich eine für die Praxis ganz bi’auchbare Theorie, überdiesen Gegenstand, nicht aufstellen lasse: denn er hat sich wenigstens nicht darangewagt.
Wenn nun erwogen wird, dafs der natürliche Zusammenhang der Erdtheile, jaselbst des Sandes aneinander, im Freyen, sogar so grofs ist, dafs verticale Erdwändefeste stehen, ohne, wenn anders der Regen sie nicht durchdringt, einztisinken; so istnicht abzusehen, warum wir uns bemühen wollen , daselbst Schwierigkeiten zu er-schaffen , wo keine sind 1 Ich kann auch nicht daran zweifeln, dafs irgend einermeiner res er nicht solche vertical stehende Erdwände , insonderheit an den ufern derFlüsse und Meere und in Hohlwegen, die aus Damm- oder Gartenerde, aus Thon mitfeinem Sande vermischt, oder aus blofsen Thon und Lehm bestehen, gesehen habensollte; ja, wie diese Erdwände Jahre lang unverändert blieben, es seye dann, dafsheftige Regengüsse und der Angriff der Gewässer oder die Eindringung des Frostesound das Aufthauen, ihren Absturz verursachten. Bey der FÜllerde hinter Futtermauern,also auch hinter sehleusenmauern, tritt aber noch der umstand ein, a) dafs man sienicht nur fest stampft, folglich ihre Theile zusammen prefst, und b) dieselbe einerWahl unterwirft, das ist, nur guten Füllgrund, der fett ist und sich daher fest untereinander verbindet, wählt, daraus das wasser abzieht, und ihre obere Lagen gegen dasEindringen des Wassers schützt. Wie kann man sich also wohl mit Wahrscheinlichkeitein Bestreben gedenken, das diese Erde ausübt, um herunter zu fällen, d. i., auf dieMauern zu drücken ? Wer eine alte gut aufgeführte Futtermauer hat abbreehen las-sen, der wird sieh auch davon überzeugt haben, dafs das dahinter stehende Erdreichnicht gleich nachslürzte» und nur alsdann, als es vom Regen erweicht war, heruntergeschlemmt wurde. Das Eindringen des Quell - und Regenwassers aus denen der
Eine ruttermauer stellt au sin natüiliches oder an ein Iiiiigebraebtes «dreien, dessen Absturz sie Ver-bindern soll.
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