Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
Seite
714
JPEG-Download
 

rsrernpel Spundwände durch, so wie an beyden Enden der schleuse; wiewohl in Fig. 3.nur ein blofser sehwellrost angedeutet ist, den auch die mehresten schleusen diesescanals allein haben.

§. 218. Zu den merkwürdigsten schleusen mufs die sogenannte BergerschleuseTab. Qi. Fig. 1. 2. 3-, welche gegen Ende des xvn. Jahrhunderts von vauban , zurSpühlung des Hafens von Dünkirchen, (siehe den plan von Dünkirchen bey b, Tab. 63.)angelegt wurde, gezählt werden. Ihr Bau ist auch wichtig, weil sie auf einem wei-chen Boden errichtet werden mufste. Der Durchschnitt nach der Länge (Fig. 3.) zeigtdie Stellung ihrer Grundpfähle, so wie die Lage des Rostes und Schleusenbodens.Der Grundpfähle t i wurden so viele Reihen als Queerschwellen Gh (fig. 1.) sind,geschlagen. Der Spundwände aus doppelten Reihen spundpfählen bestehend (u u mvig. 3.) waren es sechse, weichein den Qucerrostsch wellen zwey zoll tief, mittelstzapfen, eingelassen sind, und um denen ein drey schuh dickes Gemäuer, in alleRostfelder, angelegt ward. Ueber die Queerschwellen wurden die Längenschwellen vvFig. 1. dergestalt gelegt, dafs sie unter den seitenmauern doppelt so nahe, als unterder Schleusenkammer zu liegen kamen, welches jedoch nicht bey den Queerschwel-len beobachtet ist. Die Grundpfähle wurden unter der Schleusenkammer gleichfallsum die Hälfte weniger eingeraramt, als unter den seitenmauern. Diesen Rost, nach-dem er ausgemauert war, bedeckte ein drey zoll unter die seitenmauern reichenderplankenboden y Fig. 1.; unter dem übrigen Theile dieser Mauern blieb der planken-boden weg. Nachdem die Mauern vollendet waren, wurde in der Schleusenkammerein zweyter Rost iv , wobey die Queerschwellen über die Längenschwellen zu liegenkamen, um auf demselben die neckplanken zu befestigen, wie dies Fig. 1., welchevier verschiedene Horizontal - Durchschnitte darstellt, zeigt, angelegt. Darüber legteman den eigentlichen Deckboden 1, den man calfaterte. Der schleusendrempel a,b,h,besteht aus einer Holzschwelle. Das gegen den Hafen oder die Flüth gerichtetestemmthor ist in Fig. 2. und 3. dargestellt, und die construction des schleusendrem-pels zeigen Fig. I. und 2.

Nach der Länge bekam der schleusenboden eine Neigung, um denselben besserreinigen zu können Die kleinen schütze in den Thoren wurden, mittelst einer ei-sernen gekerbten stange und einer gezahnten winde y Fig. 2., aufgezogen. Rund-um die seitenmauer wurde ein streifen (z c und d Fig. 2.) von Thonerde, sechsschuh dick, angestampft. Die gegen den canal zugekehrten xhore haben anfänglichdie in Fig. 64. Tab. 89. dargestellten Drebthore erhalten, nachher (1705) hat ihnender Ingenieur clement die bessere Einrichtung (Fig. 78. Tab. 89.) gegeben, wobey derprahmarm weggeblieben ist. Ueber diese schleuse geht eine Drehbrücke, 3, 2. Fig. 2.,welche sich auf den eingemauerten zapfen r bewegt. Die 4te Figur Tab. 94. zeigtdas Detail von der construction des Rostes und Bodens dieser schleuse.