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rechnet verronet für die gesammle Canalfahrt eines Schiffes abermals das Doppelteoder die vierfache Schleusenfüllung für den gesammten Bedarf. Der Ingenieur Gabrielnimmt 24Ö Cubihklafter an, und Abeille 180, das ist, zum steigen und Fallen desSchiffes. Jener gab der Schleuse 12, dieser 8 Fufs Fall, und dieser Unterschied ent-stand : weil die Durchschleusung mehr rrassgr bey hohem als niedrigen schleusen -füllen gebraucht.
§. 48. Ehe ich diese Materie weiter verfolge, ist zu bemerken : dafs bey denCanälen drey wesentliche Unterschiede, in Hinsicht ihrer Versorgung mit Wasser,-statt finden , auf die allerdings bey der Bestimmung des erforderlichen Wassers und-dem Entwürfe eines Canals Rücksicht zu nehmen ist. l) Müssen einige Canäle der-gestalt geführt werden, dafs sie mehrmahlen steigen und fallen: daher einen Thei-lungspunct oder mehrere erhalten. 2) Andere haben nur einen Tlieilungspunct, unddie dritte Gattung fällt blos nach einer Hauptrichtung oder Weltgegend. Alle kön-nen aus verschiedenen Gewässern auf ihrem Wege noch einen vergröfserten zuflufsan sich ziehen. So gehören zu denjenigen Canälen, welche von dem Speisewasser ab,in einem fort, ohne wieder zu steigen,, fallen: die von Loing, Beaucaire, Trollhätta,kurz alle die aus und längs Flüssen geleiteten Canäle.
Vor Anlage eines Canals ist daher auf diese wesentliche Unterschiede bey derBestimmung seines Wasserbedarfes , zu sehen.
4Q. Wenn man sich die Art und Weise , nach welcher ein Schiff in dieKammerschleuse empor steigt, gedenkt: so müssen dabey in Hinsicht des zum Schleu-sengange erforderlichen W'assers, zwey Fälle von einander unterschieden werden,j) Ist es klar: dafs, wenn ein Schiff aus der höher Hegenden Haltung in die umeinen Schleusenfall tiefer liegende hinab fallt, es so lange vor dem obern Thore blei-ben mufs , bis die Schleusenkammer zum uorizontalstande der obern Haltung mitWasser gefüllt ist, weil dieses Thor nicht eher bequem geöffnet werden kann;2 ) dafs, sobald das Schiff in die Schleuse getreten ist, diejenige Wasserinasse, wel-che mit dein eingetauchten Theil des Schiffes gleiches Volumen einnimmt, aus derSchleusenkammer in die obere Haltung zurückgedrängt wird, indem das Wasser inder mit dem untern Thör verschlossenen Schleusenkammer und in der Canalhaltungwagerccht steht. Diese zurückgetretene W'assermasse will ich den hydrostatischenKörper nennen. Damit ein bestimmtes Bcyspicl die Sache deutlicher mache , so scydie rlultmasse 15000 cubikschuh , die Füllmasse 20000 Cubikschuli, und der hydro-statische Körper 2000 Cubikschuh. Alles andere bey Seite gesetzt, würde der Schleu-sengang eines aus der obern Haltung in die nächste untere herabfallenden Schiffeseine Wassermenge von 20000 — 2000 = 18000 Cubikschuh erfordern, weil dieFlotlmasse aus der untern Haltung in die Schleusenkammer eingetreten ist, mithinder obern - Haltung nicht entzogen wird , und der hydrostatische Körper von 2000Cubikschuh in die obere Haltung zurückgedrängt wurde. Bey einem steigenden Schiffe