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§. 135. Die grofse Hohe, welche man den schleusen-Thoren geben nrufste,Wurde das Manövre derselben sehr erschwert haben, und es war überdiefs zu be-fürchten, dafs sie leicht dadurch hätten beschädigt werden können. Es wurden dahernach dem Torschlage des Oberingenieurs Grangent zwey xhore h und j Fig. 22 u. 23.’wovon das obere n sich an das untere j anlehnt, angebracht. Jedes derselben hateine Pfanne p und p, und ein Halsband k , in dem es sich dreht. Das untereSchifffahrtsthor j hat 0,18 metres Anschlag gegen die Ansehlagschwelle l Fig. 21. desDrempels, und läfst noch zwischen dem Schleusenboden einen Raum von 0,18 metresübrig. Dieses Thor ist 0,37 metres über den schiffbahren Wasserstand der Rhone ,welcher 2,7 metres höher als der niedrigste wasserstand ist, erhaben, so dafs dasThor nur eine Hohe von 5,22 metres hat.
Die beyden Thorflügel in , rn Fig. 21. werden mittelst Seile w, die sich umeine Rolle o, o und zwey kleinere Scheiben q , r , und um eine auf der Schleusen-mauer angebrachte Erdwinde v wickeln, geöffnet und geschlossen. Diese Rolle o(Fig. 24-) wird mit eisernen in die Mauer eingelassenen Zugbändern z, z gehalten.Die beyden Flügel h (Fig. 22 u. 23.) der Ueberschwemmungsthore lehnen sieh mitihrer untersten schlagschwelle h an die obersten Riegel u des Schiffthores j an ; siewerden nur in dem Falle geschlossen , wenn das Wasser der Rhone die Flöhe diesesRiegels erreicht. Da der Flufs nur allmählig steigt, so hat man nicht zu befürch-ten , dafs ein plötzlich eintretendes Hochwasser das untere Thor übertreten wird,ohne dafs man vorher das obere Thor hätte schliefsen können. Ueberdiefs setzendiese Thore dem ström noch mehr widerstand entgegen , als es ganze Thore thunwürden, da sie in ihrer Mitte, um die Dicke des untern schleusenthores stärker sind.Um dem schleusenthore einen stabilen Stand zu geben, werden noch rückwärts zweySeile t. t Fig. 21. gebraucht, die gleichfalls um eine grofse Scheibe w, und um zweyLinien x. y laufen , und vermittelst zwey bey v auf den schiensenmauern stehendenWinden , angezogen werden. Die Schleusenkammer wird vermittelst den Aqueducte»a. a Fig. 20. gefüllt, und bis zum Stande des Canals durch die Aqueducte b. b ab-gelassen.
Der oheringenieur Grangent , welcher gemeinschaftlich mit dem oberingenieurPouzols die Arbeiten dieser Schleuse dirigirte, schlug noch vor ; auf jeder Seite einesjeden schleusendrempels nach seiner ganzen Höhe vier Rinnen einzuschneiden , umdadurch die Spühlung unter den Thoren zu befördern, und die Verschlammungen,die sich vor dem Drempel und in den Ecken an den Thoren bilden könnten, zuverhindern. Dieses wurde aber nicht ausgeführt, da das früher angeführte Spühlungs-manövre alle Versandungen unmöglich macht.
Im Jahr 1811 ward der vortreffliche Bau dieser grofsen und wichtigen Schleuse,die gegen 800,000 Franken gekostet hat, mit der gröfsten Sorgfalt vollendet, und imnämlichen Jahr die Schifffahrt auf dem ganzen Canal begonnen,
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