auch wohl die Einrichtung treffen, dasselbe, nachdem die Schütze aufgewtmden sind,etwas zu heben.
§. 186. Solche stau - Vorrichtungen , welche man mit Pfosten zusetzt, lie-gen in Frankreich bey dem rort Francois d’aire auf den Lys und ohnweit ouesnoy,welche Belidor in seiner Wasserbaukunst §. 1053. beschrieben hat. In Teutschland sindsie auf dem die Wasserstrafse von Lauenbnrg bis Lübeck ausmachenden stecknitzflufsebereits im 14. Jahrhundert erbauet worden. Man sieht sogleich : dafs dieses Thorgebind,bey breiten oeffnungen , an eine im Winkel gelegene Schlagschwelle angelehnt wer-den mufs, folglich auch ein Stemmthor machen könne, welches bey oeffnungen., dieweiter als l6 schuh sind, zweckmäfsig ist. Der Ingenieur - oberst Hogreve hat da-her die Duckerschleuse auf der stecknitz mit einem stemmthore erbaut, dessen Fül-lungen von Anlegesehiitzen zugesetzt werden , wenn der Strom angeschwellt werdensoll. Die Schlagschwelle ist 8 zoll höher als der Boden der stauschleuse y das untereEnde der wendesäule besteht aus einer Buchse oder Hülse,, wie bey den stauschleu-sen auf der Charante , und der zapfen, worüber dieselbe sich bewegt, ist in derAnschlagsschwelle angebracht. . Eine Vorrichtung, die bey allen schleusen, wo derStrom viel Sand bringt, Nachahmung verdient. Jeden Flügel dieser stauschleuse hatdrey Felder oder Füllungen. In jedem Felde werden vier, an 3 zoll starken Stangenbefestigte, einen zoll dicke Bretter oder Anlegeschiitze, in die Falze der verticalenSäulen jener Felder, eingesehoben. Die Schützstangen ragen 2 schuh über den Dreh-baum hervor, und haben auf 4 zoll Abstand Locher, wodurch runde Holzer gestecktwerden können , um die schütze hoch und niedrig zu stellen.
Die stauschleusen auf der stecknitz, oberhalb welchen der Strom 8 Fufs, undunterhalb 4 Fufs tief liegt, die daher einen Fall von 4 schuh haben, werden wöchent-lich dreymal gebraucht, um mehrere schiffe zugleich durchzulassen. Dieses Manövererschwert die Schifffahrt, indem es zu viel Wasser gebraucht, so dafs die schüfe ineinigen Wochen nur den weg von 7 Meilen zurück legen , und es bleibt daher aufder stecknitz die Anlage der Kammerschleusen wünschenswert]!.
Auf der charente hat der Ingenieur rrasaguet gleichfalls stemmstauthoreangelegt, deren über die schifffahrtsfähige Hohe des Stromes hervorragender Theilmit einer Plankenverkleidung versehen ist. Jeder Flügel hat zwey schütze, dieman mittelst einer gekerbten Stange und eines Getriebes, folglich mit einer dengewöhnlichen Wagenwinden ähnlichen Vorrichtung, aufwindet. In dem steinernenDrempel sind vermittelst drey hervorstehender steine, oeffnungen oder Rinnen ange-bracht, um den vom ström herbeygefiihrten sand hindurch zu lassen, eine nach-ahmungswerthe Einrichtung! Solcher stauschleusen haben 70 zur schiffbabrmachungder Charente angelegt werden sollen, gröfsteiltheils sehr zweckmäfsig in langen seiten-canälen, die von dem Flufs abgesondert sind. Sie bilden einen 4 schuh hohen Fall,und das schiff wird mittelst Erdwinden gegen denselben angezogen, der schlagdrem-