177
pel steht um die Thordicke über die sohle des Durchlasses empor, und ist ab ge-schrägt ; den zapfen der Wendesäule brachte Trasaguet unten an,, weil sieh,wenn die Pfanne oben steht, der Zwischenraum nicht mit sand anfüllt..
187. Die Anwendung der Kammer schleusen zur schiff bahrmachung seich-ter und sehr schneller Flüsse hat immer wesentliche Vorzüge vor allen stauschleusen.Man legt sie entweder unmittelbar in dem Flusse, ohne oder mit Seitenwänden, wiedie schleuse Edet auf dem Flusse Elf in Schweden, und die Schleusen auf dem Rhein unterhalb Utrecht ; in einem Wehr, wie zu Gray auf der Saone 2. B. S. 724.vielbesser aber in seitencanälen, oder endlich unmittelbar ans Ufer des von einem Wehraufgestauten Flusses. Dieses letztere kann geschehen, wenn in dem Ufer oberhalbdem Stauwehr ein Stemmthor , dahinter ein Bassin, d. i. eine Schleusenkammer, diegrofs genug sey, um die Wendung des Schiffes zu gestatten, und endlich unter die-sem ein zweytes Stemmthor angebracht wird. Da aber die Sandanlagen in der Näheeines Wehres nur selten zu verhindern sind, das Schiff beym Austritt aus dem Bas-sin von dem über das Wehr fallenden Wasser leiden wird, ja bey Hochgewässerndavon angefüllt werden könnte, oder wenigstens schwer dirigirt werden kann : so istdiefs Schleusen - Bassin mittelst eines über alle Inondationen reichenden , das Bassineinzuschliefsenden Dammes, von dem Flusse zu trennen , damit der hohe Strom sichdarin nicht ergiefse, und dasselbe mit Schlamm oder Sand fülle. Immer sollte dieseEinrichtung viel weniger als ein mit einer Kammerschleuse zu versehender Seiten-canal kosten , wenn man sich zu ihrer Annahme entschliefst, w 7 eil die Ein - und Aus-fahrt in der Nähe eines Wehres, gefährlich ist, und weil diese Einrichtung der An-lage von seitencanälen mit Kammerschleusen weit naeh&teht, ja nur daselbst anzu-ordnen ist, wo das Local dafür entscheidet»
§„ 188. Die Kammerschlensen kann man auch an grofsen Durchlafswehren,wie das zu Landshut II. B. S 616. anlegen , wenn man ihre Seitenwände nur weitgenug flufsabwärts führt und zusammen zieht, damit die Schiffe unterhalb ein hin-reichend tiefes Fahrwasser finden, von dem durch, die oeffnungen des Wehres ge-waltig strömenden Wasser in ihrer Fahrt nicht gehindert werden, und so keine Ver-sandung entsteht. Will der Ingenieur allen diesen Bedingungen entsprechen, so wirddie Anlage der Kammerschleusen im . Wehr selbst oder an dessen einen Seite, fast im-mer mehr als die vom Flufs getrennte mit solchen schleusen versehene seitencanälekosten. Er wird sich daher zu einer solchen Einrichtung, mit dem Bassin, nur da-selbst entschliefsen , wo ein Canal, der reisenwände , der Städte und Gebäude oderanderer Anlagen wegen, unausführbar ist»
§» l&Q, Ueberall, wo man auf schiffbahren Flüssen unterschlächtige Räderbeybehalten will, müssen also Durchlässe, schiffsgerinne, stauthore oder Karamer-schleusen angelegt werden.
III. Band.
2 3