Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Aber auf einigen Flüssen liegen sogenannte, das Wasser zum Betrieb der Ma-schinen aufstauende, senkbäume , auf andern -Grundbäume. Die senkbäume liegeneinige schuh über den niedrigsten Wasserstand auf cingerammten Pfählen , oderschwimmen .blofs auf dem Wasser , indem sie gegen Pfähle anliegen , oder es liegenauch wohl mehrere Bäume bis l Schuh hoch über dem niedrigsten wassersiand auf-einander, uni so das Wasser aufzustauen, und dem 'Mühlcanal zuzuführen. EinigeSenkbäume bestehen aus zvvey Reihen, auf 4 bis 8 Schuh Abstand eingerammter Pfähle.Heber jede Iteihe wird eine Holbe eingelassen. Man schiebt dann, je nach demWasserstande, die Zwischenräume der .zwey parallelen, auf 4 Schuh Abstand stehen-den, rfahlreihen, stromwärts , zum Theil oder ganz, mit 8 schuh breiten ßretter-Tafeln zu , die man in die pfähl-Nuthen herab läfst; füllt auch wohl den Zwischen-raum dieser zwey wände mit Faschinen und steinen. Steigt dann der Strom, so»werden die Tafeln, Faschinen und steine weggenommen. Man sieht leicht, dafs diese■Einrichtung für die Flofsfahrt sehr .nachtheilig., und mit der Schifffahrt unverträglichist, und ein förmliches Wehr bildet, welches um der Flofsfahrt willen mit Brettern•bedeckt seyn mnfs, damit die Flofse darüber hingleiten. Noch nachtheiliger ist dieEinrichtung der senkbäume, welche aufwärts m'ünchen an der isar liegen. Diesel-ben haben nicht einmalil die beschriebenen oeffnungen und Einsetz - Tafeln. Ihrezwey wände bestehen aus Dammplanken , welche stets den Strom aufhalten. Es istdaher sehr sonderbar, dafs man diese Wasserstauung, mit der Benennung senkbaumbezeichnet, da sie doch ein eigentliches Wehr bildet. Ohne Zweifel haben die Mül-ler diese Benennung aufgebracht, um nur nicht den .gehäfsigen Namen wehr in denActen erscheinen zu lassen , und auf diese Weise die Behörden zu täuschen. Alsosollten nur die schwimmenden- oder Beweglicken - senkbäume , welche man, wennder Flufs steigt, wegnehmen kann, geduldet werden ! Die Grundbäume sind auf einerfahlwand., worin die Pfähle 6 bis Q Schuh entfernt stehen, dergestalt eingezapfteBalken, dafs sie beynahe den Grund des Flusses erreichen. Ist das l'lufsbett ungleich,so dafs ..zwischen dem Grundbaum und den Pfählen , worauf er liegt, viel Wasserverlobren geht, so wird der Zwischenraum mit Senkfaschinen und Kiesel ausgefüllt.Sie sind da, wo das nad liegt, mit zwey solchen ein Radgerinne bildenden Balken-flügeln in Verbindung gesetzt. Es sollten diese Vorrichtungen den Flufs nicht überzwey Fufs hoch aufstauen; die Senkbäume sollten immer in geradelinigten strorn-bahnen so gelegt werden , dafs sie rechtwinkelig über den Flufs gehen, und denFlufs nicht über 6 zoll bis einen scliuh hoch aufstauenum weder zur Erhöhungdes Flußbettes, noch zu ueberschwemmungen die Veranlassung zu werden. Mansollte sie so niedrig als möglich legen , und bey dürrer Jahreszeit darauf eine auseinzelnen Bretter - Tafeln bestehende Wand auf setzen, zu welchem Behuf an jederTafel zy-my stiele sind, die in die Locher des Grundbaumes eingesteckt werden.