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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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der Gewässer und der Schifffahrt unschädlichen zu belassen; denn es ist unthunlich,die Flüsse immer in geraden Bahnen, wie reguläre Canäle, zu führen. Wie manaber die GeradeleiLung ausführen müsse, ist im I. B. s. 272, u. s, w. gezeigt worden.

$. 193. Da ein vergröfserter Abhang auch eine vermehrte Geschwindigkeitbewirkt, so mufs man in solchen Flufsbezirken , worin oberhalb für die Schifffahrtschädliche Seichten angetroffen werden, die untern Profile vertiefen und die obereBalm schmälern. Die mittelst Durchstiche, so wie mit Bauwerken, bewirkten rlufs-correctionen , solcher rlüfsbezirke , worin die schädliche Flufsarme versanden , sindbey viel Material führenden Gewässern, von den wohltätigsten Folgen. Sie haltennämlich das von oben in mehreren Jahren herabkommende Material in den zugeschlos-senen Flufsarmen auf, verhindern daher die Erhöhung des Bettes, auf eine zweyfaeheWeise: nämlich, wie gesagt, dadurch, dafs sie das Material in den bestimmten De-pot -oertern aufhalten, und dann, dafs der Strom, mittelst seines regulären Laufes,eine gröfsere Tiefe und mehr vermögen bekömmt, die in der Folge herabkommendenMaterialien fortzuwälzen. Wie viel urbahres Land liefse sich nicht durch solche cor-rectionen gewinnen ?

194. Hat der in mehrere Arme zerstreute Flufs seine Fahrhahrkeit, d. i.die hinreichende riefe verführen , so müssen die Nebenarme zugebaut werden (X. B.S. 213.) xmd wie dies bewerkstelliget wird, ist s. 257. B. 1. gelehrt worden. Ist dasin einem Flufsarm befindliche Fahrwasser dadurch zu vertiefen, wenn man seineWassermasse vermehrt, so wird an der Insel ein Schöpfwerk, oder separationswerk( I. B. S. 213.) so angelegt, wie ich dies dort Seite 255 gezeigt habe *). Zur Thei-lung des Stromes in 2wey nicht wieder zusammen treffende Flufsäste, mufs das sepa-rationswerk dergestalt gelegt werden, dafs jedem Flufsäste eine für die Schifffahrthinreichende Wassermasse zugeführt werde, worüber im I. B. S. 218. die Maximengezeigt sind.

$. 1Q5. Wenn gleich die für die Schifffahrt der Flüsse so schädlichen Ver-sandungen des Bettes auch durch die Geradeleitung oder Einschränkung der Bahnverhindert werden, wie im I. Bande gezeigt ist, so glaube ich doch hierüber nocheiniges anführen zu müssen.

l) In so fern ein Flufs dem andern (in der Nähe ihrer Vereinigung)die Geschwindigkeit dergestalt verringern kann, dafs darin für die Schifffahrt schäd-liche seichten entstehen; so mufs die Vereinigung beyder Flüsse unter dem möglichst

*) * n einem schmalen , die Schiffe aufnehmenden Flufs-Arme mufs das Separationswerh, an seinerSpitze, aus Pfahl wanden bestehen, worin Pfahl an Pfahl eingerammt ist, weil die Schiffe aufdas eine grofse Böschung erforderliche Faschinenbanwerk auflaufen. Ein Beyspiel giebt dasoberhalb Wien , bey Nufsdorf, liegende Separalionswerk, welches jedoch stromaufwärts, undweiter in die Donau hinein, verlängert werden sollte, um dem Wiener-Canal eine gröfsereWassermasse (seiner Seichtigkeit wegen) zuzuführen.

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