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5) Die Seichtigkeit oder Versandung der Flüsse , wird auch dadurch entfernt,däfs man ihre Sand- und Kies-Fier a) nicht von Buschwerk entblößt, 6) diese Vorsichtbey denen in dieselben sich ergiefsende Bäche und Gebirgswässerri beobachtet, fernere) in den letztem, solche das Steingerolle zurückhaltende Thalsperren anlegt; d) alle fürden Lauf der Flüsse und Bäche unschädlichen Kiesbänke , Inseln und Vorufer mitWeiden und Pappeln bepflanzt, (siehe I. B. s. 219 . u. s. w.) , und endlich den ge-wöhnlichen Strom, zwischen ans Faschinenbau bestehenden Leitd'ämmen führt, zurZurückhaltung der Ilochgewässer von den uferlanden , aber hohe Dämme anlegt.
§. 1QÖ. Da für die Schifffahrt, bey langsam fiiefsenden Gewässern, einegleichförmige Tiefe und Geschwindigkeit äufserst vortheilhaft ist, weil alsdann derStrom der ganzen Länge des Flusses nach, die geringste relative Geschwindigkeit hat,so müssen die Bauwerke dahin abzwecken: dem Bett, auf dessen gesammio Länge,einen gleichförmigen Abhang zu verschaffen. Da, wo also das Bett einzelne Erhö-hungen hat, wird man durch diese Maafsregel eine gröfsere Geschwindigkeit ober-halb denselben hervor bringen, eine geringere aber, wo das Bett stärker fällt, wieunterhalb, als der gleichförmige der gesammten Länge entsprechende Abhang desBettes in dieser Flufsstrecke hervor bringen würde. Strömte die Wassermasse überdas gleichförmig fallende Flußbett in Hinsicht der Schifffahrt zu schnell : so müßteman sich zu der Anlage einzelner Erhöhungen, oder Wehre entsehliefsen , welcheden partiellen Abhang, d. h. den Abhang einzelner Flußbezirke verringern, und dieSchifffahrt durch wehre, mittelst Kammerschleusen oder Schiffsdurchlässen, errich-ten. Die in dem Wehre anzulegenden Grundablässe, welche keinem Wehre fehlensollten, werden die schädlichen Anschwellungen des Flusses verhindern, und derdadurch ziehende Strom wird aus dem obern Flufsbezirk, die daselbst sich in derFlufsbahn gelagerten Materialien (während die Grundablässe verschlossen waren),fortfübren. Diese Einrichtung trägt daher wesentlich zur Erhaltung des Fahrwassersbey, und kann auch in dieser Hinsicht nicht genug empfohlen werden. Das besteMittel bleibt hierbey, die Wehre für sich und mit ihren Grundablässen bestehen zulassen : längs denselben aber seitencanäle mit Kammerschleusen anzulegen. *)
$• 1Q7. Da die schiffe so viel als möglich von den Ufern entfernt zu haltensind, um nicht an Bauwerke und Buschwerk zu stofsen, worüber das Zugseil weg-gleiten mufs, (dies kann nicht gut geschehen, wenn die Fahrstraße in der Nähe des
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*} Zur Reinhaltung der durch Städte' fiiefsenden Canäle, sollte, bey jeder Mühle? bey jeder Maschine,ein hinreichend breiter Grundablafs angelegt und geöffnet werden, wenn aus dem Hauptflufs,von dem diese Canäle abgeleitet sind, eine zu ihrer Spühlung hinreichende Wassermasse gezo-gen werden bann. Ein Mittel , das Bey den Canal 'en von München höchst nothwendig ist;dadurch würde man die jährliche? sehr kostspielige Aushebung des Schlammes aus diesen Canä-len ersparen , wenigstens sie nur alle drey Jahre vornehmen dürfen. Anlagen der Art findenaber übesall grofse Schwierigkeiten, weil man ihren Nutzen verkennt, und das Privat - Interessegegen den \ ortheil des Gemeinwesens stets wirksam ist! -