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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Ufers gellt) so werde die Stromrinne (der Thalweg )- in die Mitte des Bettes gebracht,■welches mit dem im l, B. s. 210. angezeigten Yerfahrungsarten zu bewerkstelligen ist.Ja für die Schifffahrt ist es äufserst vortheilhaft, wenn dieselbe, das ist auch derStromstrich, sich in der Mitte des Flusses befindet, weil alsdann der schiffszug vonkeinen widerströmen gestört wird, und die Strommasse, zwischen je zwey Neben-flüssen, sich dem hydraulischen Beharrungsstande öfters nähert, d. i. mit der möglichstgeringsten Geschwindigkeit fliefst, wo hingegen einzelne Erhöhungen des Bettes baldeine netardation, wegen des starkem Falls unterhalb aber eine, der Schifffahrt öftersnachtheilige Beschleunigung des Stromes hervorbringen.

IQ8. Die Einrichtung mit den Jochen oder Pfeilern der Brücken hat einenwesentlichen Einfiufs auf die Schifffahrt ! Sie sollten so weit als möglich von einan-der entfernt werden , und die stromsection nicht schmälern, folglich weder einen fürden schiffszug nachtheiligen Aufstau des Stromes bilden, noch eine zu grofse Ge-schwindigkeit verursachen; diese Sache habe ich X. B. s. 214 u. 215 u. s. w. durchein Beyspiel anschaulich zu machen gesucht. Auch die Form der Brücken - Pfeilerund ihre Umgebungen, so wie die der Joche, müssen den Strom dergestalt spaltenund leiten, dafs er weder Wirbel noch Wasserpafswechsel erhält. Zu diesem zwecklege man die Pfeiler und Joche in der Richtung des Stromes, gebe den erstem vorne einKreisstück und lasse ihre Enden aus einem oder zwey Kreisstücken bestehen, fn so fernich diesen Gegenstand in der Brückenbaukunde näher erörtere, so sey diese Anführunghier hinreichend, und ich will nur noch über die Hohe der Brücken folgendes an-merken. Auf vielen Flüssen, selbst auf der Donau in Schwaben und Baiern, sindauch die elenden und niedrigen Brücken, ein Hindernifs für die Schifffahrt. Sobaldder Wasserstand fünf Schuh über den niedrigsten steht, der eigentlich der beste zurFahrt stromabwärts ist, weil.der Strom noch in seinem Ufer fliefst, so können diegrofsen schiffe, selbst die sogenannte ordinarie , welches ein Schiff ist, das wöchent-lich von ulm nach Wien geht, nicht fahren, Die Schiffschnäbel stehen nämlich 8 fFufs -aufser Wasser, und die auf den Schiffen gesetzten Hütten stehen noch 1 -| Fufshöher. Die Sirafsenträger dieser über olle Vorstellung schlechten Brücken liegen abernur 13 Schuh über den niedrigsten Wasserstand, so dafs die Schifffahrt bey einemWasserstände von 3f Schuh (über den niedrigsten) nicht mehr statt findet', da siedoch noch bey fünf Fufs gehen kann. Alan sieht daher, wie nothwendig zur Be-stimmung der Hohe der Brücken eine Verordnung sey, die ich bis jetzt nicht habedurchsetzen können !

§. 1QQ. Für die unschädliche Abführung der Ilochgewässer, in Beziehung aufdie Uferlande, und zur Vermeidung des, die Schifffahrt störenden Austritts der Gewäs-ser aus ihren Ufern, mufs (zuweilen) der Strom zwischen zwey von den Ufern ent-III.. Baad. 24