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der Nähe ihrer Munching- nur 10 Zoll Geschwindigkeit, wenn der Donnustrom mit5 Schuh 3 zoll in der Secunde, folglich mit einer sechsfachen Geschwindigkeit strömt.Auffallend geringe ist daher auch die Neigung des Marchflusses, bey einem wasser-stande, der einen Schuh über dem niedrigsten steht. Es verhält sich nämlich die-selbe von der Mündung, bis zur .Neudorfer Brüche gerechnet, zur Länge wie 1 : Ö813.Wogegen die Neigung der Donau längs der Iiratzelau sich zu der Länge wie 1 : 2029verhält. °
§. 218. Betrachtet man aber die hydrometrische Beschaffenheit des Marchflus-ses näher : so wird man folgende Nachtheile im Lauf desselben gewahr. l) Wirddessen Oberfläche durch den von dem Donauflufs gegen ihn ausübenden Strom derge-stalt in die Hohe getrieben, so dafs er bey der Hydro-Yereinigung beyder Flüsse, dasist daselbst, wo sich beyde Strom-striche vereinigen, sechs Zoll höher als die Ober-fläche der Donau steht. 2) Die Flufsbahn der March ist in der Nahe der Mündung,statt dafs sie nur 40 Klafter breit seyn sollte, 90, ja sogar 18O Klafter weit. Siebiethet daher dem hohen Donaustrom zu grofse Profile dar, in welche derselbe ein-läuft, und den ström der March desto höher aufwärts und aus seinen Dfern treibt.Da auch der Donauflufs bis zu der Hohe von IQ' 6" (ff" über den niedrigsten Was-serstand an gelaufen ist: so würde die wassermenge, welche zwischen einer Profil-weite von Q 0 — 40 = 50 Klafter, bey diesem Wasserstande von der Donau in denMarchflufs mehr einströmte, als wenn man diesem seine untere Profile regulirte, nurbey einem Schuh Geschwindigkeit ohne die 6" 9'" zu rechnen , in jeder Secunde be-tragen 50 . 6 . 19 =3. 5700 Cubikschub, welches mehr als die doppelte wassermengeist, die der Marchflufs abführt, wenn er einen Schuh über sein niedrigstes Wassersteht. Diese, wegen der zu grofsen Breite der Profile, während eines hohen Stromes,in die March eingeführte Wassermenge , beträgt demnach blos in 24 Stunden über8 Millionen Gubikschuh- Es ist daher kein Wunder, wenn die unter GÖdingen lie-genden Marchgegenden,, bey den hohen Donau - Anschwellungen , lang andaurendeund viele Hochgewässer erhalten. 3) Wenn gegenwärtig auch wirklieh die Donau von einem hohen stände zu einem niedrigen herabfällt, so kann dennoch der hoheMarchstrom , wegen der rechtwinkeligten Richtung seiner Mündung, nicht gehörig ab-fliefsen. 4) Die Beschleunigung des Abflusses der hohen March ist aber um so noth-wendiger, als die hohen Anschwellungen der Donau , die Neigung des untern March-flusses, selbst bey dessen höchsten Anschwellungen, gänzlich aufheben, indem dieDonau zehn Schuh höher als die March steigt.. Auf diese Weise tritt das Donauwas-ser bis Hochstetten hinauf: denn es ist das Verhältnifs der Neigung zur Länge, indem* untern Flufsbezirk,. wie' 1 Ö243. Nun beträgt der Unterschied des hohen Do-
nauwassers und der hohen March 10 schuh , folglich ist der weg, den das Wassernehmen kann, C243Q schuh oder 10405 Klafter von der Mündung, das ist bis Ho ehr