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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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§. 224. Die Vortheile , welche aus dieser Unternehmung zu erwarten sind,entwickelt folgende Darstellung. Wenn in Erwägung gezogen wird, dafs alle Waaren,die von der Levante nach dem Norden gehen, gröfstentheils Europa umschiffen müs-sen, so ist eine bequeme Commerzial - strafse vom Adrialischen Meere bis zur Ostsee sehr wünschenswerth. Gegenwärtig entbehrt man dieselbe wegen der theuren Land-fracht! Ist aber der Marchflufs schiffbahr, so ist auf dem Wege von 177 Meilen,nämlich von Triest bis Stettin , nur ein Landweg von 71 Meilen zu machen; folglicheine Wasserstrafse von loö Meilen. Dieselbe wird bestehen, a) in dem österreichi-schen Canal von Neustadt bis Wien; ö) der Donau bis Theben ; c) dein marchflussebis Ollmiitz, und d) von Ratibor bis Stettin in die oder. Bey diesem wege kannder Kaufmann fast den Tag berechnen, an welchem seine Waare anlangt, und er hatkeine Assekuranz zu bezahlen, wohingegen dieselben jetzt den Weg um Europa neh-nehmen , das ist, blofs von sicilien angerechnet, 880 Meilen, machen müssen, undeinem grofsen Risico ausgesetzt sind. Von Wien bis ollmütz würde die Länge derwasserstrafse 40 Meilen ausmachen. Rechnet man nur pr. Zentner und Meile 2 kr.Wasserfracht; so macht das bey einer Million Zentner , welche in den ersten Jahrenvon Wien nach ollmütz und wieder zurück transportirt werden dürften,- 1333333 fl.20 kr. Hiebey ist vorausgesetzt, dafs immer noch der Vorurtheile lind der zuge-frornen Flüsse wegen der gröfste Theil von Waaren fortdauernd zu Lande gehen wird;welches wahrlich mehr ist, als man vorauszusetzen berechtiget ist. Sollte diese Mil-lion Zentner aber zu Lande transportiret w’erden: so beträgt der Transport 4000000 fl.,folglich gewinnt der Staat und das Commerz jährlich 2066666 §- fl. Hieraus gehthei'vor: dafs alle Bedürfnisse , die aus Gallizien nach Wien kommen , um vieles imPreise fallen müssen. Ja ! dafs man das gallizische Getreide und das Mährische-Ilolznach Wien verkaufen kann, welches erstere dorthin, um der kostbaren Landfrachtwillen, gegenwärtig gar nicht, und das letztere nur zu theuren Preisen eintrifft.Wird gerechnet, dafs jedes Pferd im Durchschnitte auf Landwägen 12 Zentner zieht,wenn es 5 Meilen Weges in einem Tage zurück legt, so gebraucht man zum näm-lichen Transport, also (in 3Ö0 Tagen) täglich 231 Pferde. Zum wasser - Transportsind aber nur täglich 20 Pferde nothwendig, wenn man viel rechnet, und die Win-ter-Monate abschlägt. Folglich werden 211 Pferde Jahr aus Jahr ein ersparet, diejetzt dem Ackerbau entzogen werden. Diese 211 Pferde beschäftigen wenigstenshundert Menschen , die sonst nützlicher verwendet werden könnten. Es kann auchzum allerwenigsten nach den bisher actenmäfsigen Angaben festgesetzt werden, dafsdie Ueberschwemmungen des Marchflusses jährlich einen schaden von 200000 fl.verursachen. Diefs macht die Interessen von vier Millionen Gulden. Hiezu kömmtnoch: dafs, der Ueberschwemmungen wegen, die besten Eichenwaldungen längs derMarch absterben, und die jungen Hölzer gar nicht nachwachsen können. Ja es stei-gen auch die ueberschwemmungen von Jahr zu Jahr höher. So haben z. B. im