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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Jahre 1804 dreyzehen Hauptüberschwemmungen diese von der jfatnr so fruchtbarenMarchgegenden heimgesucht. Es ist daher eine radicale Abhiilfe aller dieser Uebel,ein dringendes Bediirfnifs. Endlich werden beynahe acht Ouadratmeilen Landes ver-bessert und ausgetrocknet werden können; für die Gesundheit der Flufsanwohnerwird gesorgt, und die so oftmahls wegen schädlicher Ausdünstungen eingetretenenViehseuchen entfernt.

Die Recapitulation der Vortheile ist demnach: a) in commerzieller Hinsicht2Ö6666Ö § fl. , Z>) in Hinsicht der Agrikultur 4000000 fl., c) in militärischer Riick-1244800 fl.; d) in Hinsicht der künftigen Verbesserung der Flufsgegenden 5000000 fl.Es betragen demnach die Vortheile der Schiffbahrmachung 12,91149Öf fl. Die Kostenderselben betragen 2,1Q805 5 fl. Da die jährliche Unterhaltung der ersten Abtheilung40000 fl. macht, so belaufen sich die Interessen auf 800000 fl. (die Schifffahrt un-terhält sich durch den Transport selbst). Die Ausgaben belaufen sich daher auf2,998055 fl. Folglich betragt der reine Gewinnst 9,91341 lf fl. Da nun die zurSchiffbahrmachung der March abzweckenden Vorschläge in wasserbauwissenschaftliclierHinsicht gemacht sind; dieser Flufs vielleicht derjenige ist, welcher in Europa dengröfsten Vortheil und zur Schifffahrt die.gröfste Bequemlichkeit darbietet; die Fondsbereits vorgeschlagen und leicht beyzuscbaffen sind, und zu der schiffbahrmachungsich gewifs eine Compagnie vorfinden wird, wenn der Staat dieselbe nicht übernimmt:so unterliegt es wohl keinem zweifei, dafs jeder österreichischer Patriot die Realisi-rung jener Vorschläge nicht nur wünschen, sondern eifrigst befördern werde. Am30. December 1804 wurde mein Vorschlag genehmigt; der Ruf nach Baiern und meh-rere Rücksichten machten, dafs ich aus dem oesterreichischen Dienst in den Baieri-schen trat; im Februar reiste ich nach München , und seit dieser zeit haben ohneZweifel die Kriege auch die Ausführung dieser Unternehmung gehindert.

§. 225. Zur Vermeidung der jetzigen Fahrt aus Ungarn gegen den schnellenDonaustrom von Theben bis Wien , zur Deckung des fruchtbaren, mehrere Dörferausmachenden, und etwa vier Quadratmeilen grofs seyenden, unterhalb Wien am lin-ken Ufer der Donau liegenden Marchfeldes, gegen die so häufigen Ueberschwemmun-gen, könnte aus der untern March bis Wien ein Canal angelegt werden. vor dem-selben liefe eine grofse Bedeichung (ein Damm), welche von der ausgegrabenen Erdegemacht würde, Dieser Canal müfste schifffahrts - Schleusen , eine Breite von 60 Schuherhalten, und aus der Donau gespeifst werden. Der eine Arm dieses Canals könnteunterhalb sehlofshof in die March , folglich nach ollmiitz ; der andere in die Mündungdes Marchflusses, folglich nach Ungarn führen. Beyläufig gerechnet wird dieser Ca-nal und die Brücken nicht über zwey Millionen kosten. Der Damm wird, wie sichdies von selbst versteht, mittelst zwey schifffahrts - Schleusen passirt, so dafs diesedie Hochgewässer vom Canal und dem Marchfelde abhalten, wie in Holland und meh-reren Ländern mit dem besten Erfolge geschieht, und wie dies im ll. Bande, beymSchleusenbau, gelehrt ist.