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mit Stühlen übersät ist, deren Gefall fast immer weniger als 3f Fufs beträgt, so be-diente sich Tresaguet nur der schiffsdurehlässe, ausgenommen an drey Orten, wodas Gefall grofser als 4 Fufs war, nämlich bey der Eisenhütte zu nuffet, bey denstählen dämmen zu aiinotte, Lezai und Refons. Aber er wählte nicht solche, wie sieauf den meisten schiffbahren Flüssen und namentlich auf der Nieder - Charente ge-bräuchlich waren, welche nämlich mitten in den wehren angebracht sind, wodurch ein“sehr unsicheres und gefährliches Manöver, beym Durchlässen der schiffe, entsteht.Dabey war der dadurch fallende Strom gegen das Ufer gerichtet, wodurch Wider-ströme , die das Schilf an sich zogen, entstanden, so dafs sich oft unglückliche Zu-fälle ereigneten, und "jährlich mehrere Schiffe untergingen. Endlich war es noch nö-thig, eine Verbesserung bey der Art des schliefsens der Durchlässe anzubringen: derGebrauch der perpendiculair stehenden Pfosten oder der horizontal liegenden Zulege-balhen, verursacht nicht Idos einen grofsen Wasserverlust, sondern erfordert auchviel zeit. Allen diesen Nachtheilen begegnete Tresaguet mit seinen neuen Durchläs-sen , durch die Auswahl der Raustelle, der Richtung der davon ausgehenden Canäle,und durch die Einrichtung der langen Seitenmauern, welche den Fall vermindern,so wie auch vermittelst der stemmthore und schütze nach seiner neuen Construction.Sie wurden an einer Seite der wehre angebracht, weil die Durchschleusung dadurchunendlich erleichtert wird, denn da eine Seitenmauer immer längs dem Ufer geht, sokönnen die Schilfer ohne MÜhe anlanden, und die Thore sind bequem zu öffnen.Die Erdwinde, welche zum Heraufziehen der Fahi'zeuge dient, bringt raan am vor-theilhaftesten Platz des Ufers an, damit das Thau den kleinstmöglichen Winkel mitder Richtung des Wassers und der Länge des Schiffes mache; es wird alsdann auchviel leichter die zum ziehen des Fahrzeugs dienenden Tliaue ab - und anzubinden,so wie die Thiere , die auf den Ziehweg gehen, an - und abzuspannen. Wären imGegentheil diese Durchlässe mitten im Flusse , so wären sie nur durch schmale wehrezugänglich, die so, wie der Flufs nur etwas'anschwelle, in Gefahr wären, vom Was-ser bedeckt zu werden. Als Tresaguet bemerkt hatte, dafs die Zunahme an Ge-schwindigkeit durch einen Fall von drey bis vier Fufs auf eine Entfernung von060 rufs noch merklich war, so gab er den Seitenmauern der Durchlässe eine Längevon 5Ö0 bis 4 80 Fufs, welches allerdings mit bedeutenden Kosten verknüpft, aberfür die Passage der Schilfe sehr zuträglich war. Betrug der Fall 12 bis 15 zoll, soerhielten die Seitenmauern eine Länge von dreyfsig Schuh. Doch ich verweise indieser Rücksicht auf die defsvvegen vorgetragenen Grundsätze! Tresaguet wählte,statt der Aufziehschütze, der Balken oder Pfosten-Durchlässe, ein aus zwey Thorflügelnbestehendes Stemmthor, das, nicht weit vom Anfänge des Durchlasses, so eingerichtetwurde, wie ich es im §. 107. beschrieben habe. Auf diese Weise dient die schiff-bahrmachung der Charente als ein lehrreiches muster zu Unternehmungen der Art.
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