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sicht genommen, sich öfters durch blofse Drohungen des die Belagerung kommandi-renden Generals haben abschrecken lassen, ja das leider manche Commandanten wahreschwachköpfe oder Schurken waren ; oft auch in einem Monat aufzehren liefsen, wo-von die Garnison viel länger hätte leben können. Wenn aber durchaus kein Entsatzzu hoffen ist, wie bey Hamburg , kann man wohl in diesem Falle die härtesten Vor-kehrungen eines Gouverneurs rechtfertigen ?
Carnot sagt : „ Bey den grofsen Unkosten, welche die Festungen erheischen,sollen die Ingenieurs die erprobten Maximen der Befestigungskunst und die von meh-rern meistern angegebenen Constructionen in Ausübung bringen. Wozu aber möch-ten diese werke dienen; wenn man diese Festung übergeben will, ehe sie noch vomFeinde angetastet wurde ? Im Allgemeinen bildet der Hauptwall diese Werke , undin seiner Construction und Anlage erkennt man eigentlich, worin das System der Fe-stung besteht. Dieses System ist mit dem bedeckten Wege und dem Glacis einge-schlossen , und bis dahin bedeutet der umrifs (die Wahl seiner Winkel) wenig; erwird kaum wahrgenommen; er ist, wie er auch immer beschaffen seyn mag , ausorheilen zusammengesetzt, die einander bestreichen, und deren Feuer sich an den Zu-gängen ein wenig mehr oder minder wirksam kreuzet. So kann also die schlechteoder vortheilhafte Anlage dieses Umrisses der Festung das Vorrücken vom ersten An-griff bis zum Glacis höchstens um zwey bis drey Tage verspäten oder beschleunigen.”Also besteht in der Anordnung des Hauptwalles die stärke einer Festung. Ueber diegrofse Wichtigkeit desselben sagt der General cVArcon folgendes : „ Wenn es wahrwäre, dafs man Ursache hätte, einen rlatz zu übergeben, sobald der Feind dahingediehen ist, sich auf dem bedeckten Weg festzusetzen; so wäre es völlig gleichgül-tig: ob die Plätze gut oder schlecht befestigt sind, denn es bedarf nicht viel mehrden bedeckten Weg der furchtbarsten Festung zu erreichen, als den der allerschwäch-sten : in beyden Fällen hat man nichts als eine gleichförmig zugängliche masse auf-gehäufter Erde und es kömmt bey der Einrichtung des Logements in der That sehrwenig darauf an, ob die Brustwehren und was dazu gehört, vortrefflich angelegtsind, oder nicht. Diejenigen, welche dergleichen Sätze behaupten, wissen nicht, dafsganz eigentlich, wo ihre vertheidigung endet, beherzte Männer die ihrige erst anfan-gen ; sie wissen nicht, dafs diese Meynung den Feind von der wiederholten Eroberungdes bedeckten Weges entbindet, von dein man ihn mehr als einmal Zurückschlagenkann: sie wissen nicht, dafs ihm dies die Wiedererbauung seiner Breschbatterien er-spart , die man zu wiederholtenmalen in die Luft sprengen kann ; sie wissen nicht,dafs man ihm dadurch das mühsame und mörderische Geschäft des Hinabsteigens unduebersetzens über den Graben der halben Monde und der Bastionen erläfst: sie wis-sen nicht, dafs der Feind nicht eher den Hauptwall angreifen könne, bevor er nichtmit den daran liegenden Werken fertig geworden ist, sie kennen die Hü-lfsmittel nicht,