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ja wem diese Begeisterung in seinem rache fehlt —- dieses himmlische Feuer, dafsden Menschen hebt — der kann, wo er auch stellt, mit Aufopferungen, nichts Nütz-liches und Grofses , für das Gemeinewesen , bewirken !
„Alle ruhmwürdigen Thaten dieser Art,” sagt carnot, „verdanken wir einerArt von Exaltation. Im Alterthum, wo ein ganzes Volk seine Hauptstadt vertheidigte,war diese Begeisterung das Gebot der Noth und oberstes Gesetz. Bey den Griechenund Kornern war es die Liebe des Vaterlandes; zur zeit der Kreuzzüge und des Rit-terthums war es ein aus Frömmigkeit, Ehrliebe und Achtung für die Frauen zusam-mengesetztes Gefühl; zur zeit der Befreyung der schweizer und Niederländer, Hafs gegen die vyranney; die Geschichte der Ligue zeigt uns, was Fanatismus und Parthey-geist vermögen; die Belagerungen von Calais, von Orleans , von Saint Jean de Losnezeugen: dafs auch Treue gegen den Fürsten ebenfalls bis zur grofsen und edlen Lei-denschaft gesteigert werden kann. Hoffen wir nicht auf Wirkungen ohne Ursache,erwarten wir keine heldenmüthige Aufopferung ohne eine innere Triebfeder, die denMenschen über sich selbst erhebt. Wie strafbar aber sind die, welche eine so mäch-tige Triebfeder zu unterdrücken suchen, welche raisoniren, wo man handeln soll,welche die Regsamkeit eines Gefühls hemmen wollen, das sieh nicht erklären läfst,aber der Urheber alles schönen und Grofsen in der Welt ist,“ und doch wird dasselbein unsrer zeit, hie und da, vom Dienst - Schlendrian, den Tabellenmachern, und vonden elenden Geschäftsleuten, die die vielschreibereyen in den Bureaus über alles se-tzen , und mit chikanen, so recht absichtlich unterdrückt!
„Einem stanne von Herz sagt Carnot empört der blofse Gedanke, dafs es mit einerKapitulation endigen könne. Als die Spanier unter Heinrich II. die Stadt Bene belager-ten, schlug es der Marschall srissac dem bekannten Blähe de montluc vor, sich inden Platz zu werfen, um ihn zu vertheidigen. Allein Montluc bezeugte grofse Ab-neigung , sich damit zu befassen, weil er fürchtete, dafs er durch Mangel an Lebens-mittel zur Uebergabe gezwungen werden möchte. „ W T as soll ich in einer Stadt,sagte er, wo die Soldaten binnen drey Tagen Hungers sterben ? Ich kann keinewunder thun.” — Wenn sie in der Festung sind, halte ich sie für gerettet, sagteder Marschall; im schlimmsten Fall erhalten sie eine ehrenvolle Capitulation. —„Was sagen sie mir da , erwiederte Montluc; ich will lieber sterben, als meinenNamen unter eine solche Schrift sehen! Er warf sich indessen dennoch in denPlatz , und vertheidigte ihn so tapfer, dafs die Belagerung aufgehoben wurde. Ichglaube mich einer weitläufigen Antwort auf das Vorgehen derjenigen überheben zukönnen, welche behaupten: die festen Plätze mit solcher Heftigkeit vertheidigen, heifsein die Sitten der barbarischen Zeitalter zurücksinken : denn wer sieht nicht sogleichden zweck dieser treulosen Behauptung? Wer weis nicht, dafs gerade durch einGränzbefestigungssystein , wo jeder einzelne Platz sich bis aufs äufserste ve'rtheidigt,am wirksamsten den Einbrüchen gesteuert wird’’? „Ich werde,” sagt carnot ferner.