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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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zweckmäfsig einzurichten. Vauban sagt deswegen: »Es giebt keine Festung, dienicht eine ihr vortheilliafte Eigenthüirdichkeit besäfse, wenn man sie anfzufindenund zu benutzen versteht. Zum Beyspiel, wenn sie durch einen Flufs getheilt ist,so lassen sich mehrere Yortheile bezwecken, l) Wenn der Feind nur eine Seite desZuganges vom Flusse angreift, und die andere vernachläfsigt, so kann man auf die-ser Seite hinausgehen und seine Laufgräben im Rücken nehmen. 2) Greift er beydeSeiten des Flusses zugleich an, so sind die Angriffe getrennt, er wird Muhe haben,sie gehörig zu unterstützen, und deshalb viel stärker seyn müssen ; ohnedem läufter wegen der Schwierigkeit, welche die durch den Lauf des Flusses unterbrochenenCommunicationen verursachen Gefahr, an einem oder dem andern Angriffsorte durch die-Ausfälle geschlagen zu werden.“ Diese vortreffliche Lage hat z. B. Magdeburg ; we-gen seiner Gröfse ist keine Festung geeigneter, selbst nach einer verlornen Schlacht,wenn der Weg dahin noch offen ist, oder nach der Verfassung anderer von Magde-burg entfernten Positionen, grofse Armeen aufzunehmen, um von Neuem den Feindunter die Augen zu treten, und ihn durch Ausfälle zu Grunde zu richten. Zweymalhätte es bedeutende Armeen aufnehmen können; jedesmal ist aber dies versäumtworden. 3} »Wenn man an dem Eingänge des Platzes Wassersperren oder schleu-sen hat, so kann man , durch Aufhaltung des Wassers, einen Theil der Umgebungenvon der Festung, überschwemmen, wie zu Oudenarde, xournay, Conde f , Menin, Douay,Valenciennes , wodurch ein grofser Theil des Umfangs unzugänglich wird. Dies istein bedeutender Gewinn, Kann man sich vollends Strömungen in den Gräben ver-schaffen , so ist dies ein neues Hindernifs für den Feind. 4 ) »Wenn der Platz mitMorästen umgeben ist, welche das Approchiren nur auf den Chausseen gestatten,so ist dies ein grofser vortheil, weil in diesem Falle die Laufgräben aus der Festungenfilirt oder en Echarpe beschossen werden können , was des Feindes Vorrücken sehrlangsam und blutig macht, und Ursache wird , dafs man in der Festung seinen be-deckten Weg, festen Fufses vertheidigen kann, auch zeit verschafft, sich in den übri-gen Theilen zu retranchiren.“ Die bey Herzogenbusch Tab. 34. liegenden Forts ge-ben hierüber ein lehrreiches Beyspiel.

Man sollte auch : die über Flüsse und Moräste (in der Nähe der Festung)führenden Brücken, vor der Belagerung, auf eine vollkommene Art zerstören , odermit geschlossenen, dem Feuer der Festung ausgesetzten Redouten, sichern. Das Ab-brechen der hölzernen Brücken geschieht zum leichtesten und sichersten, wenn mandie Jochpfähle absprengt, und ich verweise deswegen auf den 2. Band s. 4Q2.

$. 8. Jede militärische inondation werde dergestalt eingerichtet, dafs derFeind dieselbe weder erniedrigen, noch schädlich für die Festung erhöhen, vielweni-ger abzapfen könne. Es müssen daher alle stau - Vorrichtungen gegen das feindlicheGeschütz gesichert seyn. Werden sie in Dämmen angebracht, so lege man sie indiesen ihren innern Böschungen, und führe den inondations-Canal dergestalt im Bo»III. Band, 30