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geschickter Ingenieurs sarocchi und plato, wurde bey diesen Unternehmungen befolgt,und indem man zur Ausführung die lebhaftesten Vorkehrungen traff, worauf dieAufmerksamkeit der Belagerten gerichtet war , griff der Herzog, unerwartet, nender-monde an, eroberte es binnen 11 Tagen, weil die Belagerten die künstlichen ueber-schwemmungen ins Werk zu setzen verabsäumt hatten. Dieser platz war den Spa-niern um so wichtiger, da die Städte Antwerpen und Gent wechselseitig mit dessenHülfe sich unterstützen konnten. Auch Gent ergab sich dem Herzog, der in dieserschönen und grofsen Stadt nicht nur eine Menge von wägen, Geschütz, sondernauch zu der Unternehmung bey Antwerpen sehr nützliche Baugeräthe und Schiffe nebstmatrosen und Werkleute-fand. Nach der in Tab. 132. aufgenommenen Zeichnung be-stand der rechtseitige von Tort ordamm abgehende Theil (a b Big, V.) dieser Brückeaus 22 Jochen, welche mit einem ein Viereck bildenden Bollwerk b endigten.Die jochpfähle bestanden aus den gröfsten Schiffsmasten und waren auf 38 Bufs Ab-stand eingerammt, so dafs sie mit Inbegriff des Bollwerks eine stehende Brücke vonU80 Fufs Länge bildeten. Von dem gegenüber stehenden Ufer ab waren 12 Jochec d mit einem Bollwerk endend, etwa auf 2o Fufs Abstand eingerammt, und denZwischenraum b c füllten 31 platte Fahrzeuge (Flinten) von Co Fufs Länge, und2Q Schuh Breite *), wovon jedes (der Ebbe und Fluth wegen ) mit zwey Anker be-festiget war; über alle Schiffe liefen starke Balken (Strafsenträger). Die zwey Joch-brücken ab und cn erhielten eine Art von Brustwehr, und bey den Bollwerkenb und c wurden auf und abwärts zwey Reihen Pfähle eingerammt, um Gurtungenzu tragen, worauf mit eisernen Spitzen versehene Mastbäume hh ruhten, um denfeindlichen schiffen das Anlaufen zu verhindern. Da jede Barke zwey Kanonen trug,mit 30 Soldaten und 20 Schiffsleuten besetzt war, so scheint mir die Breite von12 Schuh zu geringe zu seyn. Aber die Brücke b c mufste auch noch gegen denAngriff feindlicher Flotten gesichert werden, und der Ingenieur Barocchio schlug defs-wegen die Errichtung von zwey aus Masten bestehenden Flofsen a b und' fg, wovonjedes mit 12 Anker gehalten wurde **), vor. Von den zwey Ufern wurden an je-der Seite dieser Brücke, die man, ihrer Seitenwände wegen, Estacade nannte, zehnschiffe e e mit Munition und Geschütz vor Anker gelegt, welche man auch zum Auf-■ halten schwimmender zerstörungs - mittel gebrauchen konnte. Am 25. Februar 1585,nach sieben sionaten, war dieses grofse werk vollendet.
*) Wenn einige die Breite der Fahrzeuze zu 12 Fufs angegeben haben, so ist dies zu wenig, denn29 . 31 ist 889 Fufs; der ganze Raum, den sie füllten, betrug 898 Fufs, so dafs sie, wie dieswahrscheinlich, und auf Tab. 152. ausgedruckt ist, fast dicht neben einander standen , um demStrome zu widerstehen; das Geschütz und selbst Batterien zu tragen und das Durchbrechenfeindlicher Schiffe zu hindern. Nach Andern sollen die Schiffe auf 22 Fufs Abstand gelegtworden seyn.
Als Maynz 1793 belagert wurde, hatten die Franzosen , oberhalb der Schiffbrücke, ähnlicheschwimmende Mastenflosse mit Anker befestigt, welche vortreffliche Dienste geleistet haben.