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nachdem er Anfangs die feindlichen Anssenwerke, bald darauf einige nahe gelegeneForts genommen, und endlich einer so volkreichen Stadt alle Zufuhren abgeschnittenhatte , hätte sie bald in das äusserste Gedränge gebracht. Dennoch schrieb er einenfreundlichen Brief an die Belagerten, worin er ihnen ganz günstige Bedingungen an-trug, falls sie die Stadt übergeben wollten , wobey er ihnen zu erkennen gab , dafsihm ihre Noth nicht Unbekannt sey. Sie antworteten ihm jedoch mit Verachtung undHochmuth : dafs es ihnen an Lebensmittel nicht gebreche, so lange der linke Armihnen geblieben, und dafs sie ihn zur zeit der Noth essen würden, während sie denrechten Arm zur Vertheidigung ihrer Freybeit gebrauchten. Valdes, im Zorn überdiese Antwort, liefs den Bau der Laufgräben beschleunigen, schlofs die Stadt nochenger ein, und brachte dadurch in Leyden , wo die Einwohner auf allen seiten Hun-gers starben, so grofse Unordnungen hervor: dafs der durch das Elend der Geduldberaubte Pöbel laut drohte , dem Feinde die Thore zu öffnen , wenn der Magistratdie Bedingungen nicht annehmen werde, die ihm für die Uebergabe vorgelegt wür-den. Valdes davon benachrichtigt, beschlofs : die bereits erschütterte Stadt zu stür-men, und befahl, dafs sich die ganze Armee, binnen drey Tagen, zum Sturm bereithalten solle. Die niedrigen Gegenden um Leyden sind, wie Tab. 41. zeigt, von einerMenge Gräben und Canälen durchschnitten; der Rhein selbst fliefst .mitten durch dieStadt, und dehnt sich nach mehrern Richtungen aus; und obgleich die rssel , derLeck und die fr aal entfernter sind, so kann doch aus denselben das wasser nachLeyden geführt werden; nämlich aus der obern- tradl durch den Rhein bey tryck bymmrstede, und aus dem Lech , durch die Y$sel und von dieser durch aouda in denRhein, oberhalb Leyden ; Gewässer, die man zwischen Dämme einschränkte, und sodie Gegend um Leyden nicht nur mit dem Wasser dieser Elüsse , sondere auch durchdas Wasser der südersee, indem die schleusen bey aalfwege geöffnet wurden, über-schwemmte. Die Holländer, nachdem sie vermittelst einiger als Briefträger abgerich-teter Tauben, der Stadt Leyden ihr Vorhaben bekannt gemacht, durchstachen diedie Dämme des Rheins und der rsseZ; so entstand eine Inondation, gefährlich fürdie Stellung der Belagerer, die davon umgeben wurden, aber nützlich für die Bela-gerten , indem die Holländer diesen , über dieselbe hin, Lebensmittel und Verstär-kung zuführten. Es läfst sich, sagt strada , kaum angeben, wie hoch die Anzahlder Schiffe gewesen,, die mit Soldaten und Kanonen bemannt, aus allen benachbar-ten Städten, zur Hülfe herbeysegelten. Er rechnet dieses Geschwader zu 50 kriegs-mäfsig bemannten und mit Waffen aller Art angefüllten Schiffen und ohne die Matro-sen, die waffenfähige Mannschaft zu zwölfhundert. Trotz dem liefsen die Spanierden Muth nicht sinken; als sie durch die Gewässer genöthigt wurden, einige niedriggelegene F'orts zu verlassen, vertheidigten sieb die übrigen mit so tapferer Beharrlich-keit, dafs sie in Ermangelung der nöthigen Werkzeuge, zur Anfertigung der gegenWellen «nd Feinde nöthigen Dämme, ihre Dolche und Degen gebrauchten, und die
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