Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Zweifel vom besten Erfolge gewesen seyn würde, wenn sie nicht blos am Helder,sondern zugleich nördlich dem Hoek van Holland (Tab. 40.) ausgeführt worden wä-re, indem alsdann die Landungs-Armee auf den Haag, Rotterdam und Gorkum hättelosgehen und beyde Corps sich vor Amsterdam , — welches von flachen vom Maars-diep ausgehenden schiffen im nämlichen Augenblicke beschossen werden mufste *)—vereinigen konnten. Auf diese Weise würde die damals zu Haag residirende Versamm-lung aufgelöfst und jeder von Frankreich anrückende succurs zurück gewiesen wor-den seyn, indem so die waal, Merwede und Maas besetzt waren, irnd derselbe um so■*

gewisser vereitelt worden wäre, wenn man einen Angriff zu Wasser, von den seemün- rdüngen, Bieningen, Ilaringvliet, Hollandsche-Diep und Kramer (Tab. 4Ö.) aus; fernerauf die Insel Flaquee, auf Helvoet und Willemstadt, gemacht hätte. Diese Expeditionwäre auf solche Weise höchst wahrscheinlich ausführbar gewesen, wenn die Landungs-armee ein gröfseres Corps ausgemacht upd wenn England die wahre stärke derselbenzu verbergen gewufst hätte! Die Expedition vom Jahr 17Q8 bewies daher, dessen-ich längs mit Hülfe meiner Localkenntnifs überzeugt war, dafs jede Landung auf ei-nem Punkte ein sehr unglückliches Unternehmen ist und stets seyn mufs, ja dafsdie folgenreichsten Unternehmungen öfters gegen alle Localität begonnen werden.Wahrlich es ist sonderbar, dafs die meisten Feinde Frankreichs bis 1812 ohne Ge-nie handelten und ihm den sieg erleichtern; dafs defswegen Ströme von Blut vergos-sen wurden, und nur das Unglück, endlich Männer von Talente und Kraft zu wichti--gen stellen erhob und die Nationen selbst aus ihrer Apathie rifs. Wer also ehamals o

gegen Holland (zur zeit, wenn die Gewässer nicht gefroren waren) mit Glück agirenwollte, mufste die grofse Militärische Inondation mit den vorhererwähnten und vorzu-nehmenden Landungen umgehen, und so die reichsten Städte, entweder in sein Inte-i'esse ziehen, oder mit Gew'alt einzunehmen suchen. Möge dieses von einer geschäf-tigen und biederen Nation bewohnte Land, nie wieder in Kriege verwickelt werdenund möge dieselbe sich bald wieder zu ihrem ehemaligen Flor erheben, wozu diedurch Erfahrung und wissenschaftliche Kenntnisse begründete Behandlung des holländi-schen wasserstaats wesentlich beytragen kann !

*) Mau Bütte damals mit einer Compagnie auf den Inseln Vlieland und Tersclielling landen könnenund so sichere Operationspunkte für eine in der Südersee und vor Amsterdam zu operirendeFlotille gehabt. Auf der Insel Terschelling ist daher immer noch ein kleines Fort nothwendig.

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