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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Fenster , und in unbequemen Wohnungen, gefunden zu haben glauben, *} einenpfahlschuh betrachtet: so wird er sich kaum träumen lassen, dafs auf dessen Beschaf-fenheit oft die Dauer der wichtigsten Gebäude beruht. Da ich leider gefun-den habe: dafs es selbst vielen Ingenieurs an der erforderlichen Würdigung diesesGegenstandes mangelt, so habe ich diese Materie hier abermahls erörtern zu müssen,für nothwendig gehalten , wiewohl ich bereits im zweyten Bande Seite 434- u. s. w.davon gesprochen habe.

§. 16. Mehrere auf eine gewisse Entfernung nebeneinander eingerammtepfähle bilden, wie gesagt, ein joch, Fig. iv. b Tab. llQ., und der einzelne pfähl heifstjochpfahl ; die Oeffnung zwischen zwey Jochen nennt man das Jochfeld. Die Joch-pfähle werden auf einen bis zwey schuh Abstand, an ihrem obern Ende, je nach derGeschwindigkeit und Tiefe des Stromes oder der Länge des Pfahles und der Heftig-keit des Eisganges , gestellt. Darüber wird die Kronschwelle gelegt, und über dieKronschwellen kommen die strafsenträger, über diese aber die Deckhölzer, auf derenEnden zwey Bäume gelegt werden, und dann werden die Geländer - Säulen mit zweyquer liegenden starken Deckhölzern verbunden, die auf 8 bis 10 sehuh Abstand stehen.Dieses ist also die Construction der Pfahlbrücken. Werden an dem Joche mehrerehorizontale Gurtungen oder Kreuze (Tab. lio. Fig. XII.) angebracht, so ist dies eineJochbrücke.

§. 17. Die Einrammung der Jochpfähle kann auf verschiedene Art bewerk-stelliget werden Siehe II. Band S. 40Q — 45Ö. Ist ihre Länge nicht so bedeutend,dafs sie noch unter eine Ramm - Maschine gebracht werden können, so geschieht dieRammung von Flossen, Prahmen oder stehenden Gerüsten ab. Mufs die Ramme hoehgestellt werden, so bedient man sich dazu (in reissenden und tiefen Flüssen) einerin Form von Böcken in grofsen Flufssehiffen aufgestellten Rüstung F. 3Q — 42. T. 122.Da dieses Gerüst wie ein Joch aussieht, und in Nothfällen auch dazu gebrauchtwerden kann, indem man darauf die strafsenträger einer zerstörten Brücke legt,so heifst es ein jochschiff oder jochziele ; in Baiern auch nockziele, weil die Rüstungden sogenannten Holzböcken ähnlich sieht. Die Anwendung des Jochschiffes ist vor-züglich bey der Einrammung der jochpfähle, in tiefen Flüssen , wo diese 40 bis ÖOSchuh lang seyn müssen, und zur momentanen Ersetzung eines Joches, sehr nützlich.

*) Während man vom antiken Styl bey solchen Gebäuden spricht, die die Römer und Griechennicht kannten, sieht man die barokesten Gebäude aufführen, und junge Leute, welche dieConstruction solcher Gebäude , die im Lande für den Städter und Landmann vom Nutzen sind,erlernen sollten, müssen nichts als Säulen zeichnen, Tempel, Theater und Paläste entwer-fen , wobey denn der elende Geschmack durch überladene Zierrathen und kleinliche Verhält-nisse sich ausspricht. Die Architektur wird da , wo sie so gelehrt und gebaut wird, weder derRegierung zur Ehre, noch dem Lande zum Nutzen gereichen. Doch darum bekümmern sichdie protejirten sogenannten Architekten wenig!'

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