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$. 2 3. Damit die einzelnen stützpfähle oder die pfahlreihe des Joches nichtvom Strom oder den Eismassen einzeln angegriffen oder in Schwimmung versetztwerden können, so schliefst mau das joch, je nach der Tiefe des Stromes und derLänge des aus den Grund herausstehenden pfahltheils, zwischen zwey oder mehreren12 — 14 Zoll starken, an die jochpfähle mit grofsen Nägeln zu befestigenden Gur-tungen k l Fig. rv b Tab. llp. ein; diesen gebe man aber defswegen eine horizontaleLage, damit die Eismassen und der Strom längs denselben hingleitet. Ich bin daherkeineswegs für die in Fig. 12. rab. 110. und in melirern Gerüstjochen dargestelltenKreuzverbindungen, die man häufig bey den Jochbrücken antrift, und die nur beyGerüsten zu den Bogenbrücken, oder bey solchen pfähl - Brücken, welche man vordem Eisgenge wegnimmt, angewendet werden sollten.
Endlich bemerke ich noch, dafs es zum festen Stande des Joches, in tiefenFlufsstellen, nützlich sey: um dasselbe herum, senkfaschinen oder grofse Steine zuwerfen oder einen Faschinenbau zu versenken, durch den letztem erst die Pfähle zurammen, denselben dann mit grofsen Steinblöcken zu beschweren; eine Maafsregel,die jedoch kostbar ist, daher selten angewendet werden kann.
§. 24. Die jochpfähle können vierkantig behauen werden, wenn man sienicht ihrer stärke wegen zwischen die Läufer der Ramm-Maschine bringen kann,sonst läfst man sie rund, entblöfst sie daher blos von der Rinde. Im ersten Fallbehauet man sie so weit sie über den niedrigsten Wasserstand hervorragen, weil sieweiter abwärts niemals für die Ramm-Maschinen ,zu stark seyn können. Diefs istauch defswegen gut, weil der davon gehauene Splint alsdann fault, wenn das Holzbald nafs bald trocken wird.
Wird ein im II. Bande Seite 413 (Fig. 65. 66. 67. Tab. 85.) beschriebener Ramm-klotz, den ich nicht genug empfehlen kann, folglich nur ein Läufer gebraucht, sokann man die dicksten Rammpfähle vor der Ramm - Maschine setzen, welches zweynahe gestellte Läufer (f. 12 . T. 110 .) nicht zulassen. Schon in dieser Rücksicht istjene Einrichtung, bey welcher der Rammklotz durch Anbringung 3 zoll dicker und 5 zollhoher eiserner Ringe, 8 Centner schwer und noch schwerer gemacht werden kann,sehr nützlich. Dabey mufs der Läufer, so oft es nothwendig ist, mit seife und Fettgeschmiert werden, um ihn nicht zu sehr zu erhitzen , und die Reibung der in denRammklotz angebrachten Oeffnung, längs dem Läufer, zu vermindern, folglich dieKraft der rammenden Arbeiter zu vergröfsern. Zu diesem zwecke habe ich die inder Note §. 13 . erklärte Einrichtung mit dem besten Erfolge angebracht.
$. 25. In so fern die strafsenträger 0 (Fig. XI. Tab. 122.) den wesentlichstenTheil der hölzernen Brücken ausmachen, weil sie den Eahrweg c, folglich die überdie Brücke gehenden Fuhrwerke tragen, und die jochfelder, wegen der schifflahrt undden Eisgang, so weit als möglich auseinander gestellt werden sollten: so kann manfür ihre Erhaltung nicht genug besorgt seyn. Dm zu erkennen, ob sie in Fäulnifs