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§. 21. Zu demjenigen, was ich von den Jochen vorgetragen habe, will ichnoch die Bemerkung hinzu fügen: dafs man zur Vermehrung ihrer Stabilität, dieJoche verschaalen, und die Zwischenräume der pfähle mit Kiesel und Mörtel füllenkönne, wenn sie mit einer Umgebung, die die Füllmasse nicht herunterläfst, verse-hen werden; 2tens kann man die ein Joch bildenden pfähle über einen der geringenYVassertiefe wegen zu erreichenden felsigten Grund auf einen liegenden Rost, auf den-selben einen mit Steinen ausgefüllten in Fachwerke abgetheilten Kasten legen, undsowohl.in dessen Grundschwelle, als in der obern Schwelle die Jochpfähle einlassen;in die erstere gehen dieselbe hinein, und durch die letztem /gehen sie hindurch.Statt eines solchen Kastenwerkes und des darin eingesetzten Joches ist es indessenweit zwechmäfsiger und ökonomischer, einen steinernen Pfeiler über einen irregulä-ren und auszufüllenden auf dem Felsen zu legenden schwellrost, aufzuführen.
22. Sind die Joche einer Brücke mit der auf die Pfähle eingezapften Kron-schwelle, welche, vermöge ihrer schwere, deren Stabilität befördert, bedeckt: sowerden die strafsenträger, das sind diejenigen Balken, welche die den Fahrweg bil-denden Deckhölzer tragen, darüber gelegt. Gewöhnlich legt man sie dergestalt aufdie Joche, das immer einer, einige schuhe über das Joch hinüber reicht, aber zwi-schen zwey strafsenträgern inne liegt. Ist die Jochschwelle aber 18 zoll breit, oderwerden die Strafsenträger über steinerne Pfeiler gelegt, so ist es besser, wenn maneinen Strafsenträger an den nächsten anstofsen läfst, und zwischen beyden einen Keileintreibt. Auf diese weise wird die Spannung aller strafsenträger bewirkt, und dieüber die Brücke fahrenden Lastwagen drücken nicht so stark auf die einzelnen stra-fsenträger , indem ihre Wirkung auf alle sich ausdehnt; daher wird auch das Schwan-ken oder die oscilation dieser Balken verringert. Am allerbesten ist es, und beson-ders , wenn die jochpfähle aus festem Holze bestehn: dafs man die strafsenträger(Fig. iv b Tab. UQ.) zwischen der Kronschwelle a und eine Deckschwelle c einschliefst,und beyde schwellen, mittelst vier Schrauben, zusammenzieht. Hiedurch wird näm-lich das Tradvermögen der Strafsenträger, nach der Erfahrung, um ^ verstärkt; defs-wegen bringe man auch in der Mitte breiter Jochöffnungen unter den strafsenträgerneine Schwelle an, schneide darin das für diese Balken (strafsenträger) erforderlicheetwa drey zoll starke Lager ein und befestige diese schwelle, mittelst schrauben,an drey Strafsenträgern, nämlich an den mittlern und an jeden Seiten-Strafsenträger.Vermittelst dieser spann- oder Tragschwelle wird die Schwingung des Brückenwegesvermindert, und der Druck der Last auf das ganze jochfeld regelmäfsig vertheilt.Bey grofsen Jochweiten müssen nun die strafsenträger auf einen Schuh weite des Joch-feldes, drey Linien in der Mitte, stark seyn, so, dafs man Bäume von 90 Schuh zuden daraus zu machenden strafsenträgern von 60 schuh Länge wird nehmen, müssen,welches sehr kostbar ist.