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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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len, welche erstere von letztem umschlossen sind. Die Breite eines jeden jochfeldesbetrügt zwey und vierzig Schuh. Jedes Jochfeld hat, mit Inbegriff der Joche, zweyhundert zwey und vierzig schrauben von drey Fufs Länge und darüber. Da dieseBrüche aus acht und zwanzig Jochfeldern besteht, so wird die Anzahl der schraubensich auf sechs tausend sieben hundert und sechs und siebenzig belaufen.

§1. 34 . Solche kostspielige Bauarten sollte man, selbst bey weit gröfsern oeff-nungen , niemals anwenden , wie die Erfahrung bey vielen hundert Jochbrücken zeigt.Wenn man nach den vorne vorgeschriebenen Maximen die jochpfahle einrammt, ge-sundes Holz und die von mir bestimmte Anzahl hinreichend starken strafsenträgernanwendet, und nach dem §. 13 bis 27. verfährt, so wird man bey Jochweiten von 54 Fufsauch sichere Jochbrücken erbauen. Man wird die sprengwerke defswegen soviel alsmöglich zu vermeiden suchen, weil sie „selten über das Hochgewässer gestellt werdenkönnen, indem man sie wenigstens unter einem Winkel von 45 Grad anbringenmufs, um ein bedeutendes Tragvermögen auszuüben. Reichen sie einige Schuhe un-ter dem höchsten Wasserstande oder dem Eisgänge hinab, so werden sie dem Angriffdes Treibholzes und der Eismassen ausgesetzt, und von denselben abgestofsen; einFall, der in Baiern fast immer eingetreten ist. Widerstehen sie diesen Angriffen,-sowerden nicht selten die joche selbst beschädigt. Man mufs sie daher, vermittelstgrofser Schrauben , wie ich bey der Landsberger Brücke Fig. I. Tab. 10Ö. gethan ha-be, zu halten suchen, und so hoch als möglich stellen. In diesem Betracht vermeideman also die gewöhnlichen sprengwerke gänzlich. Gilly in seinem Grundrifs derVorlesungen hat also Seite 111 und 112 einen für die Ausübung sehr nachtheiligenSatz aufgestellt, wenn er behauptet: „dafs die jochfelder der ordinären Jochbrückenhöchstens nur zwanzig schuh weit seyn dürfen , und dafs man, bey grofsen Oeff-nungen, spreng - und Hängewerke anbringen müsse,’’ diefs beweifst, dafs man nochvor zehn Jahren keine richtigen Grundsätze über den Bau hölzerner Brücken hatte,und wie wenig man sich von der Erfahrung belehren liefs, oder die bestehendenBrücken beobachtete. Ich lasse die engsten jochfelder 36 Fufs weit machen, unddie weitesten 55 Fufs! Selbst alle Jochbrücken, deren jochfelder nur 30 Schuh weitund mit neun Strafsenträgern belegt sind, werden mit einer vier Zoll hohen Eiesdeckebedeckt, und tragen dennoch die gröfsten Frachtwägen. Auch will dieser Authorschon bey den sprengwerken unbedingt gemauerte Widerlager haben, die zwar beyallen Brücken gut, aber nicht durchaus erforderlich sind.

35. Zu den Sprengwerken gehören auch die aus verzahnten geradelinig-ten Balken bogenförmig zusammen gesetzten Zimmerungen, wovon ich zwey dermerkwürdigsten erwähnen will. Das erste sprengwerk hat perronet in seinem Werkezu einer hölzernen Brücke entworfen, wovon jede oeffnung sechs und neunzig schuhhaben , deren Höhe neun Schuh betragen , und die in Faris über die seine erbauetwerden sollte. In jeder oeffnung würden sechs, aus drey verzahnten Balken beste-

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