Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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bruch hatte nicht den geringsten nachlheiligen Ein Aufs auf die Erückenjoche selbst.Zur gröfsten Sicherheit wurde die Umgehung des linkseitigen Joches bis zu diesenWehr-Bruch verlängert, wie Fig. V. zeigt.

Da dieses wehr in einem der schnellsten Flüsse uuropens liegt und bis zu ei-ner Tiefe von 28 Schuh fortgebrochen war, auch der Grund aus Felsen besteht, worinkeine pfähle eindringen, so hatte dessen Wiederherstellung ganz eigene Schwierigkei-ten, die glücklich überwunden sind. Ich Iiefs in der oeffnung anfänglich einen Fa-schinenbau anlegen, dadurch Pfähle einrammen, und bildete damit Kis-twerke, diemit Nagelflue-Steinen gefüllt, und dann erst mit Planken bedeckt wurden, die manauf die Drehschwellen der Iiistwerke aufnagelte.

§. 40. Die niedrige Lage der Stadt Landsberg binderte mich, den Brücken-Oeff-nungen eine grofse Höhe zu geben, l) Konnte die Sprengung des Hängewerks jederOeffnung d. i. von der sehne bis zur Mittlern - oder der Sclilufs-Hängesäule s (F. I.), vonder jochgurte h angerechnet, nur 1 Schuh betragen; 2) muffte die Sprengung desHauptträgers zu drey Eufs festgesetzt werden, wenn die Auffahrt, von der Stadtseiteher, nicht unbequem werden sollte; 5) die im zech stehenden Ueberreste der ehe-maligen oft erneuerten Wehre und der Umstand , dafs dieser nlufs von dem jetzigenWehr l -ff hoch aufgestauet wird, bestimmte mich der Brücke drey grofse Oeffnungen,jede zu 127' weite zu geben,

41, Jedes Joch mit .seiner Verschaalung ist 2 / 10" breit, und das linksei-tige Widerlager ist 14, das rechtseitige, worauf die dorischen Säulen der zwey Ge-bäude ruhen (Fig. 3. und 6.) l6 schuh breit, so dafs also die Länge’ des Brücken-körpers 581 / Hr 2 ' •+> Z' 10" -h 14' «+* l6' = 41Ö' 8" beträgt. Die Länge der"nriickenstrafse oder der strafsentrüger macht aber nur 403 Schuh. Diese sind näm-lich , so wie die aus drey Hölzern bestehenden Hauptträger 1, 2. 3., acht Schuh indie Widerlager selbst eingelassen worden, um die Stabilität des Brückenkörpers zuverstärken. Hinter der schwelle V. Fig, II. wurde eine aus Hanken bestehende Wandgeschlagen, so , dafs in dem Widerlager eine Kammer entstand, deren Sohle gegendie vordere Wand, zur Abführung der Feuchtigkeit, abschüssig ist. In dieser Kam-mer kann man also zu allen Holzwerk kommen, um dessen Zustand zu untersuchen.Hinter der erwähnten Flankenwand wurden steinbröcken eingeworfen, zwischen dieman dünnen Mörtel schüttete. Nach der Stadtseite wurde an beyden Seiten die-ser Kammer das Mauerwerk weiter aufwärts , bis unter die Stufen worauf die ausTufstein demachten acht dorischen Säulen der zwey Gebäude stehen, geführt. Zwi-schen jener Wand und der stützsäule a b Fig. I. sind eichene Keile eingetrieben. Ichhalte nämlich bey mehrern in der Schweiz und in Deutschland aufgeführten Häng- „werke bemerkt: dafs dieselben allemal eine Seitenausbiegung oder eine Abweichungvon der Yertical-Ebene machten, wenn sie nur ein jahr lang der Sonne und demWinde ausgesetzt waren. Die Wirkung des letztem ist, besonders bey solchen Brü-