Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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den zehn Fufs gröfseren Oeffnungen 8 zoll mehr. Hierdurch wird das Durehbiegendes Hauptträgers, den man bey einer 80 Fufs weiten oeffnung,, und bey noch grb*fsern oeffnungen, aus zwey auf einander gelegten Balken bestehen lassen mufs, umihm die erforderliche Steifigkeit zu geben, oder das dem Werke nachtheilige Setzenvollkommen verhindert. Kann man daher diese Höhe des Eocals wegen nicht erreichen,so ist dem Hängewerke mit einem Sprenwerk zu Hülfe zu kommen. Ist dieses aber,des Standes des Hochwassers wegen, nicht unter einem Winkel von 45 Grad anzubrin-gen, so ist eine zu dessen Haltbarkeit dienende von einem festen Punkte, das ist,in der Nähe der stützsäule a b (i'ig. I./ abgehende Schraube / g (zugschraube) an-zubringen, damit das sprengwerk in seiner Lage erhalten wird. Auf die zweytedurch die Hängesäulen gehende Tragschwelle z~z- (rig. 2.) kommen dann, auf 4 bis6 Fufs Abstand, die Strafsenträger zu liegen.

§. 3Q. Wie ich eines der gröfsten Hängewerke auf diese Weise bey der überden Lechflufs in Baiern, bey der Stadt Landsberg, im Jahre 180Ö erbaueten Brücke,ausgeführt habe, will ich jetzt beschreiben. Bey dem Entwurf zu dieser Brückehatte ich einige wichtige und in der Praxis der Brückenbaukunde selten vorkommendeLocalumstände zu berücksichtigen; l) liegt unterhalb der Brücke ein den Lechflufs24' hochstauendes, sich an das linkseitige Widerlager der Brücke bey de (f.III.T. lOÖ.)anschliefsendes, achthundert schuh langes Wehr. Anfangs 180Ö, als von mir derEntwurf zu dieser Brücke gemacht wurde, befand sich dasselbe nicht in dem befstenzustande , und im August 1807 wurde es wirklich, von dem Hocbgewässer, durch-brochen; die pfähle' und Holzer führte der mächtige Strom fort, und die Mühlenverloren ihren Umtrieb.. Ich war daher genöthigt: bey dem Brückenbau ( 1806 ) schonijn voraus , auf diesen Fall, die nöthige Rücksicht-zu nehmen; denn jeder Durch-bruch dieses Wehres mufste eine Vertiefung, des Flufsbettes, in der Nähe der Brücken-joche, zur. Folge haben. Sie konnte wenigstens 14' betragen , weil das Wehr sohoch das Flufsbett erhöhet©. Nach der angestellten Untersuchung der Beschaffenheitdes Grundes zu urtheilen, konnte ein Joehpfahl, von 18 Zoll Stärke, mit einem22 Centner schweren Rammklotz mir etwa 13 Schuh in denselben eingerammt wer-den. Bey einem Durchbruch des Wehres würden also die joche, ohne Umgebungmit einem Fasehinenbau, nicht mehr im Boden gestanden haben. Diesen zu erwar-tenden Fall mufste ich also für die Brücke unschädlich zu machen suchen, welches; 1 ’mittelst Umgebungen der joche von Faschinenwerken, (rig. III.) die mit grofsen Na-gelflue-Steinen und mit Flüfskiesel beschwert wurden , bewerkstelliget ward. Als derDurchbruch des Wehres, unterhalb dem linkseitigen Joche, wirklich erfolgte, sahman den vortheil dieser, von vielen unberufenen Critikern, für unnöthig erkanntenFaschinenwerke' ein,- und die schleunige Vertiefung des Flufsbettes in diesem Wehr-

In der vue perspective (Tab. ioo.-F.-6.) siebt man, -wie der Strom über das Wehr fallt.

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III. Band.