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bringung der Bögen gestattet); nachdem ich, nach meiner neuen Erfindung, mehrereBogenbrücken bauete, die ich den Häng - und sprengwerken weit vorzuziehen Ursa-che habe, und welches von der Erfahrung jetzt bewiesen ist-
Viertens: Von den aus hölzernen ßögen bestehenden u'dngwerken.-
Tab. 130. Fig. 12. bis 17-
$. 52- Man hatte bis jetzt bey mehrern grofsen Brücken, wie z. B. bey derBrücke unweit Bregenz - im Königreich Baiern , bey einer im wirtenbergischen überden Neckar nur 6o Fufs weiten Brücke, aus krumm gehauenen Holzern bestehendeBögen (Tragbögen) gemacht, und diese mit Hängesäulen eingeschlossen,, Diese Con-struction verdient vor den gewöhnlichenmit hohen Hängesäulen versehenen Häng-
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werken den Vorzug. Ich habe dieselbe, wie ich mir schmeichle „ durch die in denangeführten Figuren dargestellten Constructionen verbessert, indem ich dabey stattdes- bisher krumm gehauenen Holzes krumm gebogene Balken anwendete.
Diese bogenförmigen Ilängwerke sind bey solchem Localwelches , der nie-drigen, Lage der Chaussee und des Standes des Hochgewässers wegen, Bogenbrücken(von denen ich bald handeln werde) nicht zuläfst, sehr zu empfehlen.
Aus krumm gehauenen Holzern bestehende Hängwerke sind bereits vom Archi-tecten scamozzi, in seiner Architectura, aber freylich auf eine sehr schwerfällige Art,und nur auf 6o Schuh weiten Jochfeldern vorgeschlagen, überdiefs noch mit einemSprengwerke und mit einem Dache verbunden. Ein Beweis , wie sehr der Bau höl-zerner Brücken im 17ten und I8ten Jahrhundert zurück war. Auch die Millinger-Brücke in der Schweitz und die Flockinger Necker-Brüche im wirtembergischen ha-ben Hängwerke von nögen, die man aus geraden Holzstücken zusammen setzte, undmit einem Dachwerke in Verbindung brachte. Besser ist jedoch die letztere als dieerstere construirt.. Sie ist vom Landbaumeister Etzel, vor etwa 28 Jahren, erbaut,und hat zwey oeffnungen , jede zu 200 Fufs (wirtemherger Maafs) , die an denSeiten zwey aus vier krumm gehauenen Balken bestehende sögen bilden, und zehnHängesäulem tragen die untern schwellen , indem sie oberhalb mit dem Bogen inVerbindung, gebracht sind. Diese Construction weicht darin von den übrigen Brückender Art ab, dafs sie in der Mitte eine geringere Breite als gegen die Widerlager hat,wodurch die Ansbiegung verhindert werden sollte. Man wird indessen sehr leichteinsehen, dafs die Ausführung eiirer so construirten Brücke, viel „Arbeit und Geldkostet; und dennoch kein schönes Ansehen, ihrer hohen wände und ihres Daches wegen,darbietet. Alle diese bis vor 1805 erbauten Hängwerks-Brücken haben den wesent-lichen Fehler, dafs ihre spanniräger beynahe horizontal gelegt sind, und sich daherdurchgebogen haben. Man hätte denselben nämlich eine Steigung gegen die Trittezu , geben sollen , worüber ich unten gewisse Regeln anführen werde.
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