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$.•48. Die stärke der Holzer bey dieser Brücke beträgt zehn bis fünfzehnZoll, - die schrauben sind einen Zoll, f bis \ zoll dick; die Windungen der grofsenhaben eine Länge von sieben Zoll, und die Mutterplatten oder scheiben sind vierZoll im Quadrat,. und einen zoll dick. Unter der Mutter liegt eine fünf zoll imQuadrat grofse, und vier bis sechs Linien dicke Platte. In jedem Bogenfelde oderjeder oeffnung sind zwanzig grofse schrauben gebraucht worden, nämlich acht aufjeder Seite zu der lothrechten Verbindung des Hängewerks , wovon die achte in deran dem Joche stehenden Hängesäule angebracht ist, und in F. I. von 10 bis g geht.Zwey grofse Schrauben f g und 4 vermehren die Kraft der stützstreben oder dessprengwerkes, und verhindern die Schwingung der Brücke. Diese sechszig schrau-ben mit ihren Muttern wogen 4300, Efund; von den 308 einen Zoll dicken schraubenbetrug das Gewicht einer jeden fünfzehn rfund. Die sämmtlichen Schrauben wurdenJ n achtzehn Monathen in drey verschiedenen Perioden angezogen, und gaben ein undeinen halben zoll nach,,.
$• 4Q. Zur Erhaltung des Holzes sind alle ausgetrockneten Windruthen,schwellen, Stützsäulen, Jochpfähle und das Aeufsere des Joches, zweymahl mit einemSchilfstlieer überzogen, der aus einem Fünftheil rech und vier Fünftheil Theer besteht,welche Masse vier bis sechs stunden, je bey feuchter oder trockener Witterung,gekocht wurde , und die seiten des Hängewerkes sind doppelt mit Tannen - Bretternverschneit worden, siehe Fig. 2.
Aufser den kiefernen Joehpfählen besteht alles Holz aus Fichten, weil man keinanders in der kurzen zum Bau bestimmten zeit beyschaffen konnte, und dieses auchdas wohlfeilste war. Der baierische Cubikfufs wog 25 Pfund 8 Leth grün, und tro-eken IQ Efund 24 Loth. Die verschaalung wurde dreymahl mit grauer oelfarbe an-gestrichen.
Im Juni 180Ö fieng man den Werksatz an, fm october und November wurdendie Joche eingerammt; im December und Januar 1807 ward die Brücke aufgeschlagenund befahren. Bis jetzt hat sie ihren lothrechten und horizontalen stand vollkom-men behalten. Sie hat einen doppelten Deekboden, und zwischen beyde Boden istWachholderholz gelegt, welches die Nasse auflangt, daher die Bauhölzer gegen dieFäulnifs schützt; ein sehr empfehlenswerthes Mittel !
§. 50. Da auf T. lo6. alle Haupttheile dieser Brücke in verschiedenen Zeich-nungen dargestellt, überdies mit gleichen Buchstaben und zahlen bezeichnet sind:so ist eine weitläufigere Beschreibung unnöthig.
§. 51. Ob diese Hängwerksbrücke vor den übrigen bis jetzt mit Häng- undSprengwerken erbauten Brücken, einen Vorzug verdient, mufs ich dem urtheile derKenner überlassen. Ich für meinen Theil werde indessen nie mehr solche Häng- undSprengwerke, auf grofse Weiten, anwenden (wenn die Lage der Ortschaften die An-