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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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struction, welche den oben aufgestellten Bedingungen entspricht, nachdenken und derRegierung vorlegen zu müssen. Die erste Idee entstand mir, als ich über die Holz»Verschwendung der Hängwerksbrücken nachdachte, und einige Balken krümmen liefs.Die Bedingungen, welche ich mir vorgeschrieben hatte, führten mich jetzt darauf:die ßogenform bey den hölzernen Brücken anzuwenden, und dazu das Bauholz krüm-men-zu lassen. Da ich viele schiffswerfte besucht hatte, so war ich, nach einigenangestellten Versuchen, gleich lebhaft von der Möglichkeit, diese meine Idee auszu-führen, überzeugt- Der Umstand aber: dafs die Erbauung einer einzigen Brücke,den Gegnern nützlicher Erfindungen, Gelegenheit geben würde, diese Bauconstruction,gleich bey ihrem Entstehen, zu unterdrücken, in achte 1 es zur Nothwendigkeit, meh-rere Brücken nach dieser Construction zu gleicher zeit, und zwar daselbst zu er-bauen, wo sich mir baufällige Brücken, die erneuert werden mufften, darboten,wo sich ein für den Brückenbau schwieriges Local, auf welchem mehrere Brückenin dem Zeitraum von wenig Jahren fortgerissen worden waren, vorfand , und wo dieRücksichten der Wasserbaukunde und der staatswirthschaft sehr weite Jochfeldernothwendig machten, um Ueberschwemmungen zu verhindern, so wie die Flofs-und Schifffahrt zu verbessern.. Hätte ich nur mit einer Bogen -Brücke angefangen,und dazu ein günstiges Flufs-Local gewählt, so würden die Gegner grofser undnützlicher Bauwerke , ihren ganzen Geifer auf dieselbe ausgeschüttet haben; vielleichthätte der Krieg von 180Q die Ursache seyn müssen, um sie zu verbrennen; ja, manwürde, nachdem eine solche Brüche nicht mehr vorhanden gewesen wäre, olles an-gewendet haben, um den Bau einer zweyten zu verhindern! Im Jahre 1807 wurdedemnach die Bogenbrücke bey Augsburg (Tab. 110.) über den Lech ; die Freysinger-Briicke über die Isar (Tab. 108.) und die Neuöttinger - Brücke über den Inn (t. 117.)angefangen.

Ö2. Nach dieser Einleitung komme ich zu den allgemeinen Erklärungendieser Bauconstruction. Ich verstehe nämlich unter aölzernen-BO genbrücken (T. 110.)diejenigen Brücken, deren Bogen aus mehrern über - und nebeneinander gefügtenoder gelegten, gebogenen Bauhölzern (Curven) cd Fig. 11. Tab. 111. bestehen, undwelche Bögen den Brückenweg oder die Brückenbahn (Fig. X. Tab. 110.) tragen.

Die aus den einzelnen Curven construirten vollkommen zu einem solidenGanzen verbundenen Bogen Fig. II. III. einer Brückenöffnung, nenne ich in diesemWerke, Bogenrippen oder blos kippen; welche also den Bogen oder die Bogen der Brücke,d. i. ihre oeffnungen bilden. So besteht z. B. jeder Bogen der Augsburger -Lechbrückeaus drey Rippen abc Fig. 4- Tab. HO. Ihre einzelnen curven stossen allemahl anfeste stützpuncte, und diese bestehen entweder aus stützsäulen 7. Fig. II., oder ausder in den Widerlagern liegenden stützschwelle. Gehn zwey Bogen-Rippen von demeinen Widerlager in Diagonalrichtung nach dem entgegen gesetzten , so nenne ichdiese so construirten Bogen Diagonal - Rippen ad, ce, Fig- III. Tab. 115 -, und die