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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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stelle, wo sie Zusammenstößen, den sthhifs oder sogenschlufs. Bestellt ein Bogenaus drey Rippen, wie die MÜhldorfer - Brücke Tab. 124-, so nenne ieli zuweilen dieMittlere - Rippe, das Riickgrad der Brücke. Die verschiedenen Rippen eines Bogensmufsten nothwendig mit schwellen in Verbindung gebracht werden , die ich' defswe-gen yerbindungsschw eilen nenne, und durch diese sowohl als durch jede Rippe gehteine eiserne schraube. Der Balken oder die Balken E Fig. II* oder 6. ?. F. IV. t. 110,liegen auf dem Widerlager auf, und laufen über die Seiten-nippen hin , und da sieden sehlufs der Brückenbögen bilden, so nenne ich sie schlufsbalhen. Darüber wer-den, der Queere nach » Schwellen gelegt, oder es werden zwischen zwey Holzer desschlufsbalkens, Schwellen eingezapft , und da diese die Längen- Balken des Fahrt -oder Brückenweges (Slrafsenträger) tragen, so heifsen dieselbe rragschw eilen. Die-jenigen Planken, zugehauene Hölzer oder Dielen , welche man queer über die Slra-fsenträger legt, und die die Oberfläche unter der Iliesbedeckung oder dem Steinpfla-ster tragen,- nenne ich Deckh'ölzer. Zur Stabilität des ganzen Gebäudes, so wie zurVerhinderung seiner Abweichung von der Verticalebene, mufs ihm die möglichstgröfste Steifigkeit gegeben werdem Dazu tragen die Kreutzverbindungen r r Fig. X.Tab.. 110. wesentlich bey; und da sie vorzüglich^ die Wirkung des Windes auf dieBrücken unschädlich machen sollen , so erhalten dieselbe die Benennung windrnthen.Bringe ich schräg stehende Streben kp Fig. 3 . vom Widerlager oder den Jochen ge-gen die übrigen Theile der Brücke an , so nenne ich dieselben spreng - oder stütz-streben. Liegende streben l r lieifse ich spannstreben. Stofsen diese, so wie dieWindruthen, gegen kurze lothreeht angebrachte Holzstücke, welche an die schwellen,Bundhölzer oder Curven befestigt sind, so gebe ich diesen Holzstücken die Benen-nung stütz- oder spannklötze p Fig. XI. Die Bögen der Brücken stützen sich ent-weder an joche oder an Widerlager, und es werden ihre Seitenrippen, nach Aussen,mit Bretter Fig. I. beschlagen, d. i., verschaalt, welche verschaalung die Brückegegen den schlagregen,, die Sonnenstrahlen, und gegen das Schneegestöber schützt,und die mit Oelfarbe zwey- oder dreymal angestrichen wird.

Dieses ist im Allgemeinen die Bezeichnung der Haupttheile einer Bau-Cönstruc-tion, welche, wiewohl sie durch einfache Maximen begründet ist, und bey einigenzwanzig darnach ausgeführten Brücken , die entsehiedentsten vortheile gewährt,, gleichanfänglich viele leidenschaftliche und unwissende Widersacher gefunden hat, die aberzu ohnmächtig waren , um ihre Ausführung und ihre Fortschritte zu hindern. Wasdie Zusammensetzung der einzelnen Theilb von diesen Bogenbrücken betrifft, so wirddarüber die Beschreibung der von mir ,a : usgeführlen, nähere Auskunft geben.

§. Ö3. Die Kosten dieser Bauart, im vergleich derjenigen, welche die°gewöhn-lichen Hängewerke, die Joch - und Pfahlbrücken, und die theuern eisernen und noch kost-bahrerern steinernen Brücken, erfordern, anbetreffend: so wird man nicht sowohl auf diezu ihrer Aufführung erforderlichen Summen, sondern auch auf die immer wiederkehrendeIII. Band, 3-9