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eine Curve gekrümmt wird, ohne dafs ihre Fibern zerrissen werden, desto grÖfserist daher der widerstand, den sie einer darauf gelegten Last entgegensetzt.
§. Ö8- Die Kenntnifs von der Tragkraft gekrümmter Hölzer ist bey dem Bauder Bogenbriicken vorzüglich wichtig; defswegen will ieh folgende Versuche anführen.Ich liefs auf dem Werksatze, wo die yilshofer EOgenbrüeke eonstruirt wurde, am15. July 1809 einen 12 Zoll im Viereck starken, 58 Schuh langen, nicht zu trockenenEchtene Balken in .der Mitte 44 zoll hoch krümmen , so dafs sieh die Krümmungs-höhe zur Balkenlänge wie 1:15,8 verhielt- Diese Curve war zwischen zwey sichereStiitzpuncte gespannt- Nachdem sie von ihrem Unterlager befreyt war, wurden aufihre Mitte zw r ey grofse Eichen gelegt, die QÖOO Pfund wogen, und jetzt senkte sichdieselbe 5 zoll. 2}' Am 5, «iny 1811 wurde auf dem werkplatz bey der uosenhei-mer Bogenbrücke ein 12 zoll im Viereck starker, kieferner, im Februar gehauenerBalken a (l’ig. 4Q. Tab. 122.) über drey Unterlagpuncte 1-2- 5-, vermittelst zweyerHebel ii und einer Zugwinde k , dergestalt gebogen, dafs die Biegungshöhe in derMitte 50 Zoll betrug- Da dessen Länge im geraden zustande 50 schuh war, so ver-hielt sich jene zu dieser wie l : 20- Die stützpuncte bestanden in zwey 7 zoll tie-fen in einen 16" im Mittel starken, fichtenen Balken eingehauene Kerben oder Ver-zahnungen 0- Dieses Balkens zwey Enden bis zu den Kerben, hatten 8 bis 8 } Schuhzur Länge, damit der Seitendruck der beschwerten curve nicht eine zerreissung derdurchschnittenen Fasern bewirken konnte- Bey dem Krümmungs-Manöver wurde dergerade Balken mit zwey Ketten 11 , deren Glieder l" zur Stärke hatten, an dem ei-nen Ende umgeben, dann wurde er zwisehen dieser Kette und den Balken zwey 2§ /lange Keile m m gegen einander getrieben- Jetzt drückten drey Mann jeden Hebelii herunter, und ein Mann drehte die Kurbel der Gewinde k. So wie nun derBalken a, die Unterlager i. 2. erreichte, und in die Kerbe des 66*, 2 f" langen gera-den Balkens b genau einpafste, wurde die Kette p (Fig. 50.), darum geschlungen,und zwischen ihr und der Curve zwey eichene Keile eingetrieben, die unterlager1-, 2. 3. ausgesehlagen, und jetzt sah man die Curve a , wie sie gezeichnet ist. Die-ses Manöver wurde binnen 2 Stunden vollzogen- Zwölf Tage später liefs ich inmeiner Gegenwart über die Tragkraft dieser Curve folgenden Versuch anstellen.
Zur Beschwerung wurden fichtene Bäume , die mit Buchstaben bezeichnet wa-ren, und deren Gubischer Inhalt genau berechnet war, genommen. Der Cubik-Schuhwog 25 Pfund. Es wurde ein Balken von 57 Sehnlr Länge, dessen schwere1700 Pfund betrug, auf die Curve bey x schwebend (queer über die Curve) gelegt-oDie Curve senkte sich in der Mitte 9 Linien- Man legte einen Balken von 1 (jo7 rf.auf die stelle y , und die Senkung betrug in der Mitte 17 Linien. Bey z gegen azu wurde ein zweyter, 1700 Pfund schwerer Balken auf diese Seite gelegt, und dieBiegung der Curve betrug in der Mitte 19 Linien. Bey der Stelle u wurde der
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