Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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jochpfähle elnklemmenfolglich diese mir einen Körper bilden. So Ist also für er®sicheres Unterlager der BOgenripperj gesorgt worden. Ich hatte jetzt noch ihre sicher®Stützpuncte zu bestimmen j diese bestehen, aus den stütz&äulen 7. 8. Fig. 4. rab. 117.;die ich defswegen so nenne, weil sich daran die Bogenrippe anlehnt. Wie ich die-selben aus drey stücken (Fig, 7» 8. 9. Tab. 110.) habe machen lassen, werde ich beyder Lechbrüche zeigen. Damit die an einem joche gegenüberstehenden Stützsäulenstets im senkrechten Stände bleiben, ist durch einen jochpfahl eine 2" starke schraube16 . F. 2. T. in. und unterhalb die Schraube 17, gezogen worden. Nachdem die Hippenan diese Stützsäulen angesetzt waren, als nämlich die Brücke noch auf ihrer Flufs-rüstung Fig. 7. Tab. 109. stand, wurden zwischen jeder Rippe und einer Stützsäuleeichene Keile p p eingetrieben.

$. 79. Wenn man den umstand erwägt: dafs die über die Brücke im Trottgefahrenen Lastwägen, die BÖgen nothwendig erschüttern müssen, weil dieselben auselastischen Körpern bestehen , in denen sieh die Schwingungen in einem Augenblickefortsetzen, so wird die Mäafsregel nothwendig: den-Hauptstütz-Körpern (den jochen)eine solche Masse zu geben, dafs ihre einzelnen Theile die aus den Schwingungender BÖgen hervorgegangenen Stöfse auffangen, ohne selbst in oscillation zu geratlien.Diefs suchte ich dadurch auszuführen, dafs die Jochpfähle, nachdem sie mit derDeck- oder uronschwellc j Fig. 2. Tab. 117. und r Fig. 4. Tab. 10g., oberhalb durchZapfen v, zusammenverbunden, dann aber mit starken rlanken f Fig. 2. bis zumniedrigsten Wasserstande hinab (zu beydere Seiten) verschaalt oder beschlagen waren,alle von den jbehpfahlen gelassenen Zwischenräume, mit Kiesel , Ziegelschutt ■ undMörtel gefüllt wurden, und zwar von unten nach oben zu, so dafs man, nachdemdie Füllung unterhalb geschehen war, mit Aufnagelung der Planken fortfuhr. Die,Einbringung dieses Füllmaterials geschah von einem Nachen c aus , oberhalb aber,mittels eines heraufgezogenen Kübels a. Auf diese Weise ward den jochen eine,den gemauerten Brückenpfeilern ähnliche ,- Stabilität gegeben.

80. Wir kommen jetzt, der Ordnung nach, auf die Verbindung der ein-zelnen Curven einer Bogenrippe unter sieh und auf die Art, wie ihre Krümmungbewirkt wurde, wobey ich gleich anfänglich zu bemerken für nothwendig finde,dafs man das Krümmungs- Manöver dieser Balken auf mehr als eine Weise, d. i.,mit Hebel, Schrauben oder Winden bewirken, und dafs man dasselbe, entweder aufdem festen nande über Gerüste , oder gleich über eine im Flufs gemachte Rüstung- verrichten könne. Die erste Methode besteht in der Anlage eines aus Rundhölzernbestehenden auf einer Ebene gelegten stuhlgerüstes S. Fig. 7. T, 117. oder F. 2. T. 111.und die ganze Yerfahrungsart über Rüstungen: die Haupttheile des Baukörpers zu bil-den , heifst man abbinden ; die Vorrichtung derselben aber einen jrerksatz. DiesesManöver steht indessen der Zubereitung der Bögen auf der Flufsrilstung F. 1. t. 122.weit nach , weil letztere weniger zeit und Kostenaufwand erfordert. Ersteres wurdeIII. Band. v 42