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von mir nur bey den ersten Bogenbrücken, als die Werkieute mit der constructionnoch nicht vollkommen bekannt waren, gewählt; bleibt aber immer daselbst noth-wendig, wo in der Nähe kein Werkplatz, zur Niederlegung der Bauhölzer, vorhan-den ist, oder bey einem Flufs, der öfters hoch anschwellt; bey dem also nicht mitSicherheit, drey bis vier Monate über, an den BÖgen gearbeitet werden kann- Dochich komme auf die Zusammensetzung der Rippen dieser Brücke; dabey besteht jedeaus zwey bis drey den Bogen nach, mittelst Schiftungen (Fig. 4. und 5. Tab. 117.)zusammenstossenden Curvenstücken, und aus dreyen übereinander gelegten Curven.
Diese zur halben Holzstärke eingeschnittene Schiftungen bilden die Anstofsflächenzwey zusammenstofsender Curven. Wiewohl einige von den Curven bey dieser Brücke v -
ineinander verzahnt sind, so ist dies nicht immer nöthig, sondern man legt die un-tere Fläche einer obern Curve auf die obere Fläche einer untern und die rrF, 4. t , 11 7.dargestellten Verzahnungen, wurden nur defswegen gewählt, weil die Balken schwachund in einer Curvenlage nicht gleich dick waren. Diese aus Fichtenholz bestehen-den Curven sind 13 bis 15 zoll hoch, und 12 bis 13 zoll dick, Ihre Länge beträgt45 bis 65 ', und ihre gröfste Krümmungshöhe verhält sich zu dieser,Länge wie 1 : 35bis 1 : 24. Die einzelnen Curven sind auf 6 Schuh 6 Zoll bis 11 schuh Entfernungmit eisernen Schrauben 1. 2. Fig. 2. zusammengezogen. Diese schrauben, die ichVerbindung - schrauben nenne, sind in Fig, 8. 9. 10. Im Grofsen gezeichnet. Siehaben eine Länge von 4 Fufs bis 13 Fufs 8 Zoll, und eine Dicke von ^ bis £ Zoll.
Jede Schraube wiegt 22 bis 79 Pfund, und ihre Schraubenwindungen messen zoll;ihre Schraubenmutter, worunter eine 4 zoll im Quadrat grofse und 18 Linien hohescheibe liegt, ist 23 Linien hoch und 3 zoll 8 Linien breit. Indem einige dieserSchrauben mg. 10. durch alle verbindungsschwellen, Curven, Bundhölzer und denschlufshalben gehen, zugleich auch mit ihrem obern xheil den Kern der Geländer-säulen bilden: so wurde daran oberhalb x ein Knauf, von 2f- zoll stärke, ange-schmiedet, welcher auf den schlufsbalken zu liegen kam. Unter der Rippe wurdedie scheibe und dann die Schraubenmutter angebracht, und diese mit einem eiser-nen Schraubenschlüssel Fig. 12. Tab. 115. angezogen. Einige lange schrauben Fig. 9.
Tab. 117. erhielten oberhalb dem schlufsbalken die Form einer Lanze und auf dieseSpitze wurde eine Geländersäule gesteckt, nachdem der Raum dafür (in die Säule)ausgebrannt worden war, wefswegen diese spitze selbst glühend gemacht wurde.
Damit die einzelnen Curven in dem von den schrauben gelassenen zwischen-raume sich nicht ungleichförmig auseinander ziehen, folglich verschieben, wurdenhie und da zwey übereinander liegende, einige zoll tief, auf 9 — 12 Zoll Länge,ausgeschnitten. In diesem so entstandenen Zwischenraum wurde ein eichener Keilm Fig. 3, Tab. 117, eingetrieben; den ich den schlußheil nenne. Aul diese Weisewurden die einzelnen Curven einer Rippe verbunden.