Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
Seite
342
JPEG-Download
 

542

2G / in den festen Grund und im Faschinenbau eingerammt, V 3" aber in das Wider-lager eingemauert sind. 6) Jeder von den drey Rippen l. 2. 3. (f. 4.) eines Bogenswurden mit sieben schwellen in Verbindung gebracht, und ihre Holzer durch vierzehn1 f- bis J Zoll starke Schrauben , wovon die gröfsten ()6 rfund wiegen , aufeinander ✓gespannt. Von den Widerlagern gehen bis zu den ersten Bundhölzern z F. 2. u. 10.In jedem der beyden mittlern Schwellfeldern sind überdies Kreutzstreben w w F. 4.und 5., die sich wechselseitig an die schlufsschwelle e F. 2. und an die Spannklötzex F. 4. anstemmen, zur Vermehrung der Spannung, angebracht. In jedem Sehwell-felde sind auch zwey paar sieh kreutzende windrutlien v v F. 3. 7. und 10. einge-spannt. Diese Bogen-Rippen, die Verbindungsschwellen, die Kreutzstreben und Wind-ruthen , die Schrauben und Eundh'ölzer, so wie die an den schrauben angebrachtenStänder p F. 2. und F. 6., und endlich die in die Widerlager hineingehenden Bogen*theile d haben die Stabilität dieser Brücke dergestalt bewirkt, dafs sie sich beymTrottfahren der schwersten Fuhrwerke, nicht im mindesten bewegte T und nicht umeine Linie aus der vertiealfläche gewichen ist. 7) Das joch bestand aus neun ver-ticalen, 18 Fufs in den Grund eingeraminten> 18*' starken Pfählen, die mit einen 13'dicken Fasehinenbau umgeben waren; ferner aus zwey schrägstehenden 4Ö bis 48'längen stiitzpfäfilen. Alle diese pfähle sind bis zum Stehen und zwar in zweymali-gen Perioden, eingerammt. Das Profil F. Q. T. 108. giebt von diesem joche, an des-sen vier Seiten ein 4 bis 10' hohes und 3 bis 6 Fufs breites, aus sehr festen Na-gelfluesteinen bestehendes steinlager gelegt ist, dessen Fugen mit cementmörtel aus-gegossen sind, eine deutliche Vorstellung. Hinter den sich an die Widerlager anleh-nenden sechs stützsäulen u ist eine 4" dicke eichene Planke s gelegt. Zwischen die-ser Planke und den Stützsäulen sind 3" starke Keile eingetrieben , so dafs die stütz-säulen vollkommen an die 22' dicken Widerlager anstehen. 8) Bey dem Joche ruhtdie Last der sechs Rippen auf zwey Traggurten pp Fig. 2. u. g., welche auf dreyeiserne, unter die stützsäulen angebrachte Tragringen (zu 6o§ Pfund), liegen.Diese zwey Traggurten p p sind mit vier 1 f- zoll starken Schrauben, wovon in F. Q.zwey , durch Puncte angegeben sind, zusammen gezogen. Die pfahlräume F. Q. desJoches wurden bis fünf Fufs unter die Traggurte, und oben bis zur Rronschwelle,in allem auf zehn Fufs, mit cementmörtel, ziegelgraus, ungelöschten Kalk und Kieselausgefüllt, nachdem die Jochpfähle betheert und on beyden Seiten mit drey zoll star-ken Planken verschaalt waren. Auf diese Weise erhielten die Bogen ganz sichere Stütz-puncte» Q) Damit auch die an das Joch sich lehnenden stützsäulen einen verticalenStand behielten , liefs ich durch je zwey gegenüber stehende stützsäulen und einemJochpfahle, 2" starke schrauben h n rüg. 2. und Q., bey h , ziehen. Die Backen undTheile jeder Stützsäule sind durch zwey 11 zoll starke sehrauben o o 2. oder gund g c Fig. Q. verbunden. 10) Zwischen der Versehaalung des Joches und den dreystützsäulen wurden gut getrocknete Keile (f. 2.) eingetrieben, ehe man die Rüstung