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wegnahm. So waren also die Bogen gespannt, und für deren sichern Stand, da, w©sie sich an das Joch lehnten, vollkommen gesorgt, ll) Ich mufs hierbey bemerken,dafs ihr Anfang bey den Jochen 4/ 10", bey den Widerlagern aber 2' 3" über denniedrigsten wasserstand liegt; mithin bey den Jochen 2' 7" im Mittel höher steht,damit die Aufführung der chausseedämme so wenig als möglich kostete. Der höchste'Wasserstand vom 1. August 1807 ging unweit den Jochen bis zu der Schraube f F. 8.,und stand 8' 4" über den niedrigsten. 12) Der eichene Rost des Widerlagers F. 4.ist 18" unter dem niedrigsten Wasserstand gelegt. Darunter sind die pfahlräumevier Fufs hoch mit Kies und lebendigem Kalke, welche Masse in das Wasser geschüt-tet wurde, vollkommen ausgefüllt; diese Füllmasse bildete nach 14 Tagen einen stein-harten Körper. 13) lieber die Rostplanken sind sechs Lagen Tufsteine (F. 7.) gelegt,und in der widerlagkammer ist die sohle aus Ziegeln gemauert. 14) Die Seitenwändeder Widerlager sind von gut gebrannten Ziegeln und Tufsteinen aufgeführt, mit festenNagelfluesteinen bedeckt, die Zwischenräume 10 sind aber mit Kiesel und einem Gufsvon lebendigem Kalk ausgefüllt. In jeder vordem Lage der Tufsteine sind, bey jederFuge, drey zoll starke Vertiefungen eingehauen, worin Kiesel eingetrieben wurden,damit nach Jahrhunderten nicht ein einziger Stein verrückbar sey. Wie diese Wider-lager aufgemauerl, mit einem Gurt versehen, und mit welcher Sorgfalt sie gegründetund gedeckt sind, dies sieht der Kenner aus Fig. 2. 3. 4. 7. und 10. Tab, 108. sodeutlich , dafs eine weitläufige Beschreibung unnöthig ist.
§. 96. Die Ausführung dieser Brücke war vorzüglich deswegen schwierig,weil das rechtseitige Widerlager (es steht auf Tab. 108. links), mitten im stärkstenStrome, selbst bey einer Tiefe von vierzig Fufs, fundirt, und die Brücke gebautwerden mufste, während der Isar eine andere Richtung gegeben wurde. Die im I. B.Seite 293. beschriebene Flufscorrection mufste deswegen zugleich mit der Brücke ge-macht werden , a) weil die alte Brücke nicht länger stehen konnte, und' b) die neueBrücke, insbesondere das linkseitige Widerlager, bey dem ehemaligen Lauf des Flusses,der Gefahr unterwaschen zu werden, ausgesetzt worden wäre. Der Bau des recht-seitigen Widerlagers scheint für die Wasserbaukunde äufserst lehrreich zu seyn !
$. 97. Diejenigen, denen die Wissenschaft und die Staatswirthschaft gleichwichtig war, haben daher den nau dieser Brücke als eine wahre schule practischerBauführungen betrachtet. Um daran auch meine Leser Theil nehmen zu lassen, willich seinen Fortgang in der Kürze beschreiben, l) Wurde der Werksatz (t. 107- F. 2.)Ende May 1807, auf einer wiese errichtet. Er bestand in jeder oeffnung aus folgen-den Gerüsttheilen. a) Unter der Schlufsschwelle 14 aus drey Gerüstböcken c c , C aund c 3 . b) Aus vier neihen Stuhlgerüsten a, b, d und e, wovon jede Reihe auszwey Stuhlgerüsten a , a 2 ; b, b 2 ; d, d c , und e, e* gelegt war, die unter denzwey Seitenrippen errichtet waren. Ueber jede zwey gegenüber stehende Stuhlgerüstewar ein Gerüstholz gelegt, worauf einige Querhölzer, die dem mittlern Bogen zu