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Schwelle reichende, also sehr flach liegende Streben, die den nögen ihre sogempan-nung benahmen, und nichts zu ihrer Tragkraft beytrugen, folglich äufserst nach-'theilig waren, angebracht, und mit schrauben an die Bogen selbst angehängt. Hin-ter der Balkenwand d / ist aber eine Mauer aufgeführt. Auf diese Weise war dieConstruction der Brücke, die man nicht zu verstehen fähig war, verdorben. Ichliefs nun alle diese so zweckwidrig an die wesentlichsten Theile der Brücke ange-kängten streben fortnehmen, und die Reinheit der Construction herstellen, die altenSchrauben vollkommen anziehen, und die Schiftungen aufs sorgfältigste auskeilen.Zu diesen Anordnungen fügte ich das Einziehen der beyden ersten kleinen schrau-ben, die an Mittelschrauben zunächst sind, hinzu, weil mehrere Schiftungen nichtausgekeilt worden waren, wiewohl ich die Auskeilung mehrmals angeordnet hatte,die sich also getrennt hatten. Um diese Schiftungen zusammen zu ziehen, und denlinkseitigen Bogen wieder seine ursprüngliche Form zu geben , dazu hätte es weiternichts bedurft, als zweyer Gerüstjoche und acht Schraubensätze darauf. Nach derAufschraubung hätte man die Auskeilung und Anziehung der schrauben vorgenommen;jene zwo Schrauben noch einziehen mögen, und alles wäre vollendet gewesen, wieich dies durch die Wegnahme der in meiner Abwesenheit angebrachten Holzer bewie-sen habe. Der rechtseitige Bogen konnte seine Lage behalten, weil er seine Formnicht verloren, sondern sich nur drey Zoll gesetzt hatte. Auch ist es ja jedem Bau-kundigen bekannt, dafs sich ohne Ausnahme alle Gewölbe setzen. Um wie viel we-niger kann man sich also darüber wundern, wenn hölzerne Bögen sich setzen, wäh-rend die Anziehung der schrauben, die Auskeilung der Schiftungen, und die gleich-förmige Erhöhungen von den Umgebungen des Joches versäumt war! Doch dieje-nigen, welche mir \ r erdrufs zubereiten wollten, werden sich für sich selbst zu schä-men Ursache haben, da die Brücke ohne ihre zweckwidrigen Anordnungen die schwer-sten Fuhrwerke trug, während man keine Bewegung oder oscillation in ihren Theilenverspürte.
§. 104. Alle diese meine Anstrengungen, alle Sorgfalt und die Anwendung be-deutender Summen und vieler Arbeit, sind in einer Stunde in Flammen aufgegangen,flenn auf militärischen Befehl ist diese Brücke am 15. April 180Q angezündet undverbrannt worden! Es ist anmerkenswerth, dafs der Kern der jochpfähle bis 3 schuhüber den niedrigsten wasserstand gänzlich ausgebrannt war, dafs die Füllmasse desJoches mit den verkohlten pfählen stehen blieb, und dafs selbst die Kiesel, womit diePfahlräume gefüllt waren, zu Kalk brannten, und viele Tufsteine der Widerlager ver-brannten. Das Feuer wurde absichtlich in der Nähe des Joches gelegt, wiewohl jederIngenieur einsieht, dafs eine oeffnung von 15Q Schuh, die ein Bogen mifst, hinreichendgewesen wäre, dem Feind an dieser stelle des Flusses , der damals an vielen stellendurchwadet werden konnte, den Uebergang zu erschweren, und dafs man die Brückein wenigen stunden so weit hätte abtragen können, um diese Absicht zu erreichen.
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