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$. 105. Da die Wiedererbauung einer Brüche vom Bedürfnifs in Anspruchgenommen wurde, so verordnete seine Majestät der König, dafs hier abermals eine»ogenbriicke 'errichtet werden sollte. Ich wählte dazu nur mit einigen geringen Ab-änderungen die vorher beschriebene eonstruction. Ihr Bau wurde am 1. Marz 1810angefangen, am 8. Juny wurden beyde Bogen ausgerüstet, und Ende July wurde sievollendet. Da man alles Eisen von der alten Brücke rettete, die BÖgen auf eineFlufsrüstung t. 131. F. 14. construirte, folglich die Abbindung ihrer Theile auf demLande unterliefs , so wurde sie mit der Summe von 9336 fl. erbaut. Ich will ihreZusammensetzung und Erbauung ganz in der Kürze beschreiben. Da die ganzeBrücke abgebrannt worden war, so blieb von den Jochpfählen nichts übrig, als dermit einem Faschinenbau .bedeckte Theil; auch die Widerlager waren bis auf ihresohle ausgebrannt. Da ich diese Brücke der vorigen ähnlich construiren wollte, umdie ueberzeugung zu geben, dafs die eonstruction derselben zweckmäfsig entworfenworden war, so wurden l) nachdem zehn jochpfähle vertical zwischen den Pfahl-rosten des alten Joches und auf jeder Seite zwey schrägpfähle eingerammt waren,die aus 5 Jochen l, 2, 3, 4, 5, Fig. 14. Tab. 131. bestehende Rüstung in jeder Bogen-Öffnung geschlagen. 2 ) Auf jeder Seite des Joches und am Anfänge der WiderlagerWurden drey Stiitzsäulen a für die sechs Rippen gesetzt, und 13 Verbindungsschwel-len b b gelegt waren , wurden in jedem Bogen drey Rippen (aus drey Curven über-einander bestehend) dergestalt über diese Poistung, mittelst Hebel, gekrümmt, so dafsdiese Rippen 131 Fufs zu ihrer Bogenhöhe erhielten. 3) Als dieses bewerkstelligt,wurden, gleich wie bey der ersten Brücke, in den Schenkeln der Bögen, zwey Curvenüber einander, über zwey Querschwellen, die auf die untern Curven lagen, gelegt,und dergestalt gekrümmt, so dafs sie an die am Ende des Widerlagers stehendenStützschwelle sich anlehnten, noch zwey Balken übereinander wurden darüber gelegt,welche sich an die alte pfahlwand stützten. 4) Die hinter diese pfahlwand gelegteMauer wurde bis zum Schlufsbalken hinauf erhöhet, indem die besagte Pfahlwandoberhalb, so wie die Balkenwand ganz verbrannt war. Bis zum May 1810 war dieArbeit bey dieser Brücke so weit vorgerückt, als es F. 14. T. 131. zeigt. Zwischen ihrenSchwellenfeldern wurden 16 paar Windruthen, in jedem Bogen, angebracht. Am 1. März1810 ist, wie gesagt, der Bau dieser zweyten Brücke angefangen, am 8. juny aus-gerüstet, und Ende July beendigt. Die curven haben eine stärke von 11 f a 14 zoll,sie wurden mit Hebel oder der Wagenwinde gebogen, und haben auf 5 1 Fufs Länge,15// 2 /// , auf 56 schuh Länge, 18" 4"' Biegungshöhe erhalten. Ein Gerüstpfahl wurdemit dem grofsen Hebel, während drey Minuten, abgesprengt. Der Bau beyder Brückenist von dem Bauingenieur Rief geführt worden.