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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Beschreibung der bey Augsburg über den Lechßufs in Büiern, in der mitte 180?angefangenen und Anfangs 1808 vollendeten Bögenbrücke Tab. HO., 111. u. 112.

10Ö. Ohnweit des sogenannten Hochzolls, eine halbe Stunde von Augs-burg , war über den uech, im Jahre I7Q4, eine aus eilf Jochen bestehende Brüche,erbauet, von welcher zehn in Fig. 12. Tab. 110. dargestellt sind *). Bereits im Ja-nuar 180Ö war dieselbe so baufällig, dafs 338Ö fl. für Materialien angewiesen wer-den mufsten. Ich zögerte mit Verwendung derselben, aus der Ursache, weil dieErbauung einer neuen Brüche, von dem morschen Zustande der alten dringend inAnspruch genommen wurde; daher jene summe für neparation vergebens verwendetgewesen wäre. Der Fond zu diesem Bau war hinreichend vorhanden, weil das Ein-liommen der Brüchengelder jährlich 3500 bis 4000 fl. abwarf, das erst seit einigenJahren abgeschafft ist!

Der Lechflufs ist ein Bergstrom, dessen Hochgewässer in dieser Gegend 10'in der secunde zurüchlegen, und die ganze Baumstämme mit ihren wurzeln fort-führen. Er erheischte also grofse Brüchen - oeffnungen. Nach der hydrometrischenprofilbreite des Flusses gab ich der Bogenbrüche drey Oeffnungen, jede zu 118 Schuh.Die Breite der Brüche bestimmte ich nach dem Bedürfnisse des Fuhrwerhs, zu 2Ö'2". Am 10. aray 1808 hatte ich meinen Entwurf zu der Bogenbrücke vollendet.Von allen Brüchen des Königreiches wird heine mit so vielem schweren Fuhrwerkbefahren, als diese, und ich verstärkte daher ihre einzelnen Theile mehr, als dieTheile der Brüche von Freysing und Neuötting . Die Hohe der 118' weiten sögenbestimmte ich zu li schuh . Jeder Bogen erhielt drey nippen a, b, c Fig. 4. u, 5.Tab. 110. In der Mitte bestand jede Hippe aus .drey, rjnd am Anfang aus fünf Cur-ven von 14 bis 15"' zoll Höhe und 13" Breite, die mit 13 Schrauben zusammenge-zogen wurden, von denen die grofsten zwey und die kleinern 1 f zoll im Durch-messer haben. Die zwey Seitenbögen wurden lo' in die Widerlager, zur Verhinde-rung der Ausbiegung, eingeschlossen, wovon drey Curven in eine eichene stützschwelleeingelassen sind, die vierte Curve stützt sich zum Theil und die fünfte ganz an eineBalkenwand d. An der vordem Seite der Widerlager wurden die drey Rippen zwi-schen sechs Eundhölzer eingeschlossen, durch welche sowohl als durch die Bogenhöl-zer und durch die stützschwelle eine zwey Zoll starke schraube, die zugleich zurBefestigung des Geländers diente, durchgezogen ward. Eine zweyte schraube gehtdurch eben diese Curven und die stützschwelle selbst. Jedes Widerlager wurde auf124 achtzehn bis 22' langen fiehtenen Grundpfählen, die man mit 7 bis 12 Centnerschweren Raminklötzen bis zum stehn einrammte, gegründet. Deren Pfahlräumesind, oberhalb dem festen Boden, mit ziegelgraus, Kies und lebendigem Kalch aus-

*) Ihre Streben, welche sich noch an jeder Seite an eine unter die Str fsenträger durchgehendeSchwelle anstützten, liefs ich, als diese Jochbrücke der Bogenbriicke zur Rüstung dienen sollte,wegnelmion.

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