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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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auch diese Steinmasse darbofc, so widerstand sie ihrer elenden Fundirung wegen demHochgewässer vom jahre 1784 doch nicht. Die Rostpfähle waren in dem feinenSandgrunde nur 5 bis 18 Fufs tief eingerammt, anstatt dafs sie SO Fufs und tieferhätten stehen sollen, um nicht nur ein solches Werk zu tragen, sondern auch nichtunterwaschen zu werden. Vergeblich waren daher Einmal Hundert und Dreyfsig Tau-send Gulden, ohne die unentgeldliche »eyfuhr der Baumatericlien, die Leistung derRammarbeiten und das Holz zu rechnen, verwendet worden: denn am 27. Februar1784 wurde die Fundirung unterspiihlt, und die Brücke stürzte ein. Zugleichwurden 54 am Ufer stehende Häuser stark beschädigt, und einige von dem Eisgängefortgeführt. Ich habe von der dortigen Baudirection über die Lage der Ruinen eineUntersuchung vornehmen lassen, als der Sand von dem letzten Hochgewässer zwischendenselben weggespühlt war; sie giebt diese Ruinen an, wie sie in Fig. in. und IV.bezeichnet sind. Auf diesen hatte man im jahre 1784 vier Pfeiler, wovon wir inab c drey sehen, zur Tragung eines Fufsweges, errichtet.

Ueber die Wiedererbauung dieser Brücke hatte die vormalige Regierung einsMenge der sonderbarsten Vorschläge erhalten. Es gereicht ihr zur Ehre, dafs siekeinen davon ausführen liefs. Sie erbaute, im Sommer 1784, stromaufwärts einegewöhnliche Jochbrücke mit einem Kostenaufwands von 18543 fl. 27 kr., welche mitder Unterhaltung bis 180Q, 04000 fl. gekostet hat. Diese Brücke war IS09 so bau-fällig , dafs sie mit Sicherheit kaum ein halbes jahr gebraucht werden konnte. SeineMajestät haben daher meinen Vorschlag zu genehmigen geruht: auf eben die stelle,wo die steinerne Brücke stand, eine Brücke von einem Bogen, dessen Weite vomAnfang desselben an, 215 Fufs beträgt, erbauen zu lassen. Am 16. August I8O9ordnete ich die Fundirung, die Stellung des Bogens und der Widerlager an Ort undStelle an, und Anfangs May wurden die Rippen auf dem Werkplatze (f. XIV.), nachder von mir entworfenen Zeichnung, gekrümmt. Am 9. December befuhr ich dieBrücke mit dem General-commissär von stengel , einem ächten Kenner grofser undnützlicher Unternehmungen, der den wesentlichsten Antheil an der grofsen Austrocknungdes Donau - Mooses in Baiern gehabt hat. Auch ward ein mit grofsen Baumstämmenbeladener und mit 16 rferden bespannter wagen im Trott über diese Brücke gefahren.

§. 122. Ich komme jetzt zu ihrer Coustruction. l) Steht der Anfang desBogens 1 l 4" über den niedrigsten wosserstand, worunter die zwey Schwellfoste derWiderlager einen schuh liegen. Unter diesen sind daselbst Grundpfähle eingerammt,wo es die Ruinen der alten Brücke zuliefsen. Sie haben eine Länge von 30 Fufsund darüber, so dafs der Schwellrost eine sichere Lage, folglich die Widerlager eindauerhaftes Fundament erhalten haben. Die Felder dieses Rostes sind mit Ziegel undGement ausgemauert, und mit eichenen rlanken a, 5, c, d Fig. V bedeckt. DieWiderlager sind von den Steinen der alten Brücke und einer unbrauchbar geworde-aen Fiapelle so aufgeführt, wie es Fig. II. YL und vH. zeigen. Die steine haben eine