nehmen müssen, um nur die pfähle i6 bis 18 zoll einzutreiben; es hätten also diejoche niemals einen festen stand erhalten können, weswegen man bey jedem Eis-gänge die Brücke mit grofsen Steinlasten beschweren mufste, um ihre Stabilität zuvermehren, damit sie nicht umgestofsen wurde, welches im Jahre 17Q0 zuletzt ge-schehen war. Hinreichende Beweggründe zum Bau einer aus einem Bogen bestehen-den Brücke'.
leb construirte diese Bogenbrücke aus zwey Seiten-Rippen und zwey Diagonal-Rippen Fig. 4. 6. Tab. 123.; gab dem sogen eine Weite von JÖ2, und eine Hohe von14 Fufs, so dafs sieh diese zu jener wie 1 zu 11 ~o verhält.
Die niedrige Lage der Ufer, der hohe stand der Donau und die Weite desBogens setzte meinem Entwürfe einige Schwierigkeiten entgegen, und ich suchte,so gut ich konnte, diese gegebenen Localdaten mit der Construction der Brückeselbst zu vereinigen. Ich liefs daher die Rippen in der Mitte nur aus zwey Curvenübereinander bestehn, fügte aber zwey Curvenlagen nebeneinander {f. 9.) und gab demSchlufshalken eine starke Neigung (F. 11.) um demselben gleichfalls ein grofses Tragver-mögen mitzutheiien. Von den Diagonalrippen besteht jede aus zwey über - undnebeneinander gelegter Curven. Dieselben erhielten 1&" mehr Bogenhohe als dieSeitenrippen, weil über ihren Schlufs 5 b .(Fig. 4.) unmittelbar die Deckplanken ge-legt wurden, welche über die strafsenträger des übrigen Theils der Brücke liegen.Dieser mit in oel und Theer getränkten Sacklinnen überzogenen schlufs hat also un-ter sich zwey schwellen v Fig. 11.; wie dessen Curven und Seitenstücke zusammen-stofsen, und wie alle diese Theile, vermittelst Schrauben, zusammengezogen sind,zeigen-Fig. 4, 5, u. 8. Der sichere stand des Bogens ist von den-in den Widerlagernschräg liegenden Stützschwellen und den stützsäulen j (Fig, 6.) und c (Fig. 10.)»so bewirkt worden, wie es diese Figuren zeigen. Wie vermittelst den Windruthendie Spannung und Stabilität des Bogens verstärkt worden ist, dies sieht man ausden Figuren 1. 4 u. 6, Die Gründung der Widerlager, diesen ihre Länge und wie dieCurvenlagen vor denselben durchschnitten sind und liegen, zeigt das Profil Fig. 7,Zur Rüstung der Brücke wurden drey der Joche von der baufälligen Brücke benutzt,diese sowohl als die Unterlager des Bogens, die äufsere Seite desselben, die Köpfeder Yerbindungsschwellen, und der f- zoll starken schrauben, alles dies ist in der10, und 11. Figur dargestellt»
Der Bau dieser Brücke mufste aus zwey Ursachen aufserordentlich beschleu-nigt werden.: denn l) mufste man den Flufs auf einer Fahre passiren und das Trink-wasser immer über die Rüstungen führen* Sie wurde bis zum 23. so weit in neunWochen, vom Anfang ihres Baues, gebracht, dafs ich sie ausrüsten lassen konnte,(II. Band s. 493) und sie wurde darauf für das Publikum eröffnet. Wie die bleierneRöhrenleitung e auf die Rüstung liegt, zeigt Fig. V ., wie dieselbe aber, auf eineähnliche Weise, als bey der Rosenheimer Brücke S. 3Q3 unter den Trottoir angebrachtist, zeigt die siebente Figur.