Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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sollten die Brückenstrofse tragen, die in der Mitte aus Steinpflaster und an der Seiteaus Steinplatten bestehen mufs.

Damit diese Brücke die gröstmöglichste Stabilität erhält, so mufste das innereder Widerlagkammer ausgemauert werden. Eine weitläuftigere Beschreibung ist über-flüssig, da die auf Tab. llG. gelieferten Zeichnungen die Construction deutlich dar-stellen.

Auf diese Weise würde, eine allen hydrotechnischen , ökonomischen und ästhe-tischen Bedingnissen entsprechende Brücke entstanden seyn.

Mit dieser Brücke sollte die Verschönerung des Einganges in die Residenz»welche nur durch die anhaltenden Kriege verschöben bleiben mufste» in Verbindunggebracht werden, l) Bey der Brüeke wäre das in Fig. I. von mir entworfene Gebäudezum Vergnügen des gebildeten Publikums zu errichten. Ich benenne es daher Cas-sino. Der darin angebrachte von oben zu beleuchtende runde saal (Fig. 13.) könnteabwechselnd zu musicalischen Unterhaltungen, zum Tanz und zu einem kleinen Thea-ter dienen* Auf der Terasse des einen jonischen Peristyls fände das Publicum Platzum Erfrischungen zu nehmen und vor sich hätte es die reitzendste Aussicht; nämlichnach der einen Seite auf einen Wassersturz von 1300' Länge; oberhalb der Caserneauf einem zweyten gröfsern (s. Tab. 117.); zwischen beyden Wasserfällen aber aufdie Stadt, und links auf die Gebirge Baierns. Seitdem ich diese Vorschläge entwor-fen habe, sind die Umstände durch den 1813 im September erfolgten Einsturz dererwähnten steinernen Brücke verändert worden L

Beschreibung der über die oonau in ßaiern bey Neuburg , im Jahr 1810, aus einemsogen, von Einhundert zwey und sechzig schuh oeffnung , erbauten Brücke .

Tab. 123.

§. 130. Bey der Stadt Neuburg an der Donau hat man, um längs ihren Ufern,für die Schifffahrt ein hinreichend tiefes Fahrwasser zu erhalten, einen aus pfählenund mit Steinen ausgefüllten Damm, der vom rechtseitigen Ufer einer Insel anfängtund sich unten ans feste Land anschliefst, bis zur Wasserhöhe von fünf schuh an-gelegt; wie die perspeclivische Zeichnung andeutet; so wird also die Donau , beyeinem hohem Wasserstande, in zwey Arme getheilt. Ueber den linkseitigen Armführt die auf fünf massiven Pfeilern und den Widerlagern ruhenden sprengwerks-Briicke ; über den Hauptarm war i. j, 1810 die aus fünf jochen bestandene Brücke,wovon jedes Joch neun vierkantige 15" starke Pfähle hätte, so baufällig geworden,dafs der Bau einer neuen Brücke, von den Localbehörden nachgesucht wurde.. Hiezukam der umstand, dafs die Schiffer, indem sie wegen der Krümme des Flusses »diese Brücke erst entdeckten, bis sie in ihrer Nähe waren, oft auf ein Joch dersel-ben auffuhren, und die schiffe zersprengten*. Aueh besteht das Flufsbett aus Fel-sen, so dafs man zu den jobhpfählen 55 bis ÖO Pfund schwere pfahlschuhe hätte