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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Nähe der Widerlager und pfeiler unterstützt.- So ist also auch der Druck der überdie Brücke gehenden Lasten, auf die Schenkel der nögen, geschwächt worden; eineMaafsregel, das ist die Anbringung solcher stütz-streben, die ich bey allen Brückender Art, empfehle. Diese Schlufsbalken und also auch der Brückenweg, fallen, umdie Neigung der Auffahrten zu vermindern, von der Mitte der Brücke bis zu denPfeilern 6", von diesen bis zur Mitte der äufsern Bögen 5", und von diesen bis zuden Widerlagern 2S zoll.

Zum Transport der Steine und der Bauhölzer nach den Pfeilern war längs dem link-seitigen und miltlern Bogen eine Transportbrücke 1. 2. 3. 4. 5. Fig. 3. gemacht, deren auszwey pfählen bestehende joche eigentlich eine Verlängerung, der Gerüstbrücke, machen,und die wir rechts auf,Fig. 2. und 3. Tab. 124. sehen. Jedes Gerüst.joch bestand ausfünf, durch Kreutze verbundene pfähle, wovon die meisten von einem auf einerBockzille (siehe Fig. 40. u. 41. Tab. 122.) angebrachten Rüstung ab, eingerammt wurden.

Diese Bogenbrücke, deren Breite 28' beträgt, bat sechs strafsenträger a Fig. 4.u. 6., zu jeder Seite ein 28" breites Trottoir und ein hölzernes Geländer n (Fig. 2.)dessen Säulen in die Schlufsbalken eingezapft sind. Alle Windruthen , Spannstreben,die schwellen, die Seitenrippen und der Riiekgrad ist mit schräg liegenden Brettern,zur Abhaltung der Nässe, gedeckt, und defswegen sind alle Holzer mit schiltstheerüberzogen. Von aussen werden die Bögen mit Bretter verschaalt, und dann zwey-mahl mit Oelfarbe angestrichen, wie die oben auf Tab. 124. stehende perspeetivischeAnsicht zeigt, aus welcher man auch einen Theil der construction und die schöneLage der Stadt Mühldorf erkennt. Alle schwellen, die Curven welche aus dem Wider-lager hervor treten, so wie die obern, bestehen aus Eichen und terchenholz, und dieInnern aus Kiefern, welches Holz so wie eichenes und lerchenes auch zu den Grund-pfählen genommen ist.

Am 22. September 1812 wurde der Bau dieser Brücke angefangen. Am 20.October war bereits das Einrammen der Grundpfähle des Pfeilers des rechtseitigenBogens, vollzogen. Aber das plötzlich eingetretene Hochwasser machte das Absägendieser pfähle und die Legung des Rostes unmöglich ; erst am 30. konnten diese Arbei-ten begonnen werden, und am 6. November waren sie, ungeachtet der Innflufsnoch 4' 2" über den niedrigsten stand, glücklich bis unter diesen, vollzogen. Biszum 25.-November war auch die Fundation des linkseitigen Pfeilers bey einer wasser-höhe von 5 Schuh (aber mit grofsen Schwierigkeiten) beendigt. Bis zum 17. Decem-ber war das aus grofsen Werkstücken, worunter mehrere 80 bis HO centner wiegen,und die aus sehr festen Granit bestehen, welchen der die Arbeit dirigirende eber-Ingenieur aus der Gegend unterhalb Wasserburg in einem Walde hatte brechen lassen, *)

’) Die meisten Steine sind aus den dr'ey Stünden oberhalb Rosenlieim beym Döffe Neubaiern He-genden Steinbruch (wovon der bayerische Culnhschuli 124 , bis 128 Pfund wiegt) zu- Wasser'-trausportirt- worden.

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