Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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obern drey äufsern Curven , dem Legen der Tragscbwellen, des Schlufsbalkens, demEinziehen der äufsern durch diese gehenden schrauben , dem Legen der Strassenträ-ger und Deckhölzer, so wie der vollständigen Aufmauerung der pfeiler und Widerla-ger gearbeitet, und am l6. wurde diese Brücke, in meiner Gegenwart, zum ersten-mal, zum Gebrauch des Publikums eröffnet, so dafs dieselbe in acht Monaten erbauetist. Bey dem Bau dieser grofsen Brücke, den mein ältester Sohn Carl als ober-Ingenieur allein leitete, und von dem das Detail der Construction angegeben ist,wobey er alle einzelnen Ilaupttheile auf den Werkplätzen, den Zimmergesellen, abge-messen hat, und daneben die Aufsicht führte, sind, von demselben, über das Detailder Arbeiten sehr interessante, für die Abfassung von Bau-Anschlägen und Bau-Vor-schriften , wichtige Beobachtungen angestellt worden, die derselbe jedem Ingenieur,der ähnliche werke aufzuführen hat, mitzutheilen bereit ist.

Von den Rücksichten beyrn Entwurf der hölzernen sogenbriicken , und von den

maximen ihrer construction.

135. Die Wahl der Brückenlinie, d. i., die Richtung der Brücke, und dieBestimmungen der oeffnungen oder Bogenweiten, hängt von dem Local und der Flufs-baukunde ab. Der Ingenieur mufs nämlich mit seinen Brücken weder die Hohe derGewässer vermehren , noch Eisstopfungen erzeugen, sondern dem eisfreyen strömesowohl als den Eisgängen , den möglichst ungestörtesten Abzug verschaffen, und dieSchifffahrt erleichtern. Oefters wird sich derselbe genöthigt sehen: die Verbesserungdes Laufes vom Flusse mit der Anlage einer neuen Brücke in Verbindung zu bringen,wie dies bey den Brücken von Freysing „ irsingen , Augsburg und Ettringen gesche-hen ist. Vorzüglich sind aber diese Bogenbrücken , zur Erreichung jener Absichten,sehr geschickt, weil sie die möglichst gröfsten Bogenöffnungen zulassen , damit dieEismassen und ganze Baumstämme einen ungestörten Durchzug haben, und die Schiffe,selbst bey den höchsten Wasserständen , durch die Bögen fahren können., lieber Flüsse,deren Breite nicht gröfser als 150 bis 300 schuh ist, sollte der Ingenieur, wenn esder Auffahrten wegen geschehen kann , und die rage des Ufers oder der Ortschaftenes zuläfst, nicht mehr als einen Bogen erbauen. Die Pfeiler und Joche kosten nichtnur bedeutende summen , sondern sie sind auch den beständigen Angriffen des Stromesund Eisganges blofs gestellt. Indessen wird sich zu Bogen von 300 Schuh weite,ihrer Hohe wegen, selten ein Local finden! Ueberdiefs ist der Ingenieur häufig durchvorurtheile und schwäche der Regierungen, dem Neide und der Intrigen der Unter-autoritäten beschränkt oder gehindert, selbst beym günstigsten Local, grofse Bogenzu errichten, Oeffentliche werke der Art, als Brücken sind, sollten nach höhernAnsichten behandelt werden , weil sie zur Begründung des Nationalruhms wesentlichbeytragen, und es ist auffallend, wenn der mit den mächtigen Elementen kämpfendeIngenieur auch von vielen Seiten und überall , wo es nur geschehen kann , Hinder-

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