Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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Erfahrung gezogene Regeln mitzutheilen. Diese schwellen, deren Hohe wenigstens10" betragen sollte, die vermittelst Schwalbenschwänzen 3 bis 4" in die Bogenhöl-zer eingelassen werden müssen und wodurch die Hauptschrauben gehen , verbindendie einzelnen Haupttheile der Brüche (wie z. B. die Rippen) untereinander. Sind sieweit entfernt, so verliehren die Kreutzstreben und Windruthen, ihrer Länge wegen,die erforderliche Steifigkeit und Stützkraft, und es mufs, zwischen zwey solchenschwellen, noch eine schraube (durch die Curven) gezogen werden, wie bey derBrücke von Augsburg geschehen ist. Auch die gegenüber stehenden nippen könnenbey zu grofsen Sehwellfeldern nicht gehörig zu einem Ganzen verbunden werden;dieselben biegen sieh, bey zu weiten Abständen dieser schwellen, seitwärts ans, undoscilliren, so dafs also die Festigkeit und Stabilität der Brücke leidet. Ferner kön-nen, bey zu grofser Entfernung der Verbindungsschwellen, weder sie selbst, nochdie Curven und die zwischenschwellen (Bundhölzer) scharf gespannt werden; endlichmufs man den Druck, der über die Brücke gehenden Lasten und der den Brückenwegbeschwerenden Masse, auf so viele Puncte als möglich vertheiien, welches vonvielen'verbindungs - und Tragschwellen bewirkt wird.. Durch jede solche Schwelleund der Rippe mufs aber eine Schraube hindurch gehn, um sie mit dem schlufs-balken zu verbinden.. Wer sie also selbst bey den günstigsten Umständen, weiterals 18 schuh entfernen wollte, der würde für die Stabilität der Brücke fürchten müs-sen.. Nach meiner Erfahrung sollten sie auf folgenden Abstand, (von Mitte zu Mitte)liegen, a) Bey zwey Seitenrippen in einem Bogen, wenn doppelte Windruthen odereine Lage Kreutzstreben und eine Lage windruthen (in drey Schwellenfeldern) ange-bracht sind,, wie bey der Biesenhofer Brücke 12 bis 14'. b) Bey drey Rippen 13 bis18 schuh , wobey aber die Curven einer Rippe, mit einer schraube, (zwischen jezwey verbindungsschwellen) zusammengezogen werden müssen. c) Bey den Diago-nalrippen betrage dieser Abstand nur Q bis 13 Fufs, weil oft die Windruthen fehlen;und d) bey vier einzelnen Bogenrippen 8 bis Q Schuh. Im Allgemeinen ist es aberanzurathen, diese Abstände eher zu verringern, als zu vergröfsern , weil, wie gesagt,die Stabilität und Tragkraft des Brückenkörpers, von der Annäherung der Verbindungs-schwellen und schrauben wesentlich abhängt. Zum sichersten wird man verfahren,wenn man dieselben nie über 10 Schuh Abstand anbringt, und sie bis 8 / zusammen-rückt. Kann der Ingenieur dieselben, wie bey der Bamberger, MÜhldorfer und ro-senheimer-Brücke geschehen ist, aus Eichenholz nehmen, so ist es desto besser:denn eines Theils sind dieselben mehr als das übrige Holz den aus dem Wasser auf-steigenden Dünsten und der durch die Bogenöifnungen durchziehenden Luft ausge-setzt , und andern Theils wird die oscillation einer. Bogenbrücke dadurch sehr ge-schwächt , wenn einige Bautheiie aus Eichenholz bestehen. Die durch die Fibern desgesammten Holzes gehende oscillation wird nämlich dadurch bedeutend gestört, wennverschiedene Gattungen von Holz miteinander verbunden werden; denn das Eichenholz