Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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wird man sicher, gehen, wenn 6) für dieselben so vielmal z-ehn Linien angenommenwerden, als die verhältnifszahl, welche aus der Hohe in die oefFnung entsteht, be-trägt. Sie sey z. b. 12"', so wird man 120 Linien oder 10 zoll für das Setzen ha-ben. Die ganze oeffnung der uamberger Brücke beträgt 215 schuh; folglich würdeman nach der in a) gegebenen Regel beynahe Q zoll® für den sichern Ersatz desSetzens annehmen können. Soll also die Steigung der Brückenbahn einen zoll aufdie Klafter ausmachen, so wird mau für die Steigung des Schlufsbalkens und derStrafsenträger, zwey zoll Fall auf die Klafter annehmen dürfen, und so weiter immer■einen Zoll mehr, als zur Steigung der Brücken-Bahn festgesetzt ist. Wird aber da-bey nicht auf das setzen der Bögen gerechnet, so entsteht, nach einiger zeit, in derMitte dieses Brückenweges eine Senkung.

$. 137. Die Ordnung führt jetzt zur Bestimmung des Verhältnisses der mo~genhöhe zur BOgenweite. Dahey mufs, meiner Ueberzeugung nach, die ästhetischeForm und die mechanische stärke des Bogens berücksichtiget werden. Ein über eingewisses Verhältnifs zu flacher Bogen ist nicht mehr so schön, als ein weniger ge-druckter Bogen, welches man bey den von mir ausgeführten Bogenbrücken undbey einer Vergleichung derer auf Tab. 12Q. gestochenen Brücken bestätiget findet,und mir die niedrige Lage der Chausseen und Gassen kann eine zu geringe Bogen-höhe entschuldigen. Bey der Bestimmung des befsten Verhältnisses der Hohe desBogens zu seiner Oeffnung, mufs jedoch auf die Biegungsfähigkeit des BauholzesRücksicht genommen werden. Nach meiner Erfahrung, kann das Krümmen der lan-gen Curven nur so weit getrieben werden, clafs sich die Höhe des Bogens zu seinerOeffnung wie 1 : 8 verhält, und auch hierzu mufs man wenig ausgetrocknetes Holznehmen, und dasjenige aussudien, welches nicht viele Aeste und bereits auf demStamm eine natürliche Krümmung hat. Mau wird daher genüthigt, das Verhältnifswie 1 : 10 als das anwendbarste anzunehmen, und dasselbe zwischen f- und Y \ ab-wechseln zu lassen, je nachdem die Localität es zuläfst. Indessen wird der Inge-nieur wegen der niedrigen Lage der uferlande, Chausseen und Ortschaften und demSteigen der Hochgewässer, nur selten das verhältnifs von •§• anwendea können, weiles immer besser ist, den Anfang des Bogens, der Hochgewässer wegen, höher zustellen, als mit der Bogenlinie zu steigen, und es wird Fälle geben, wo man dieRogenhöhe nur Je a er oeffnung machen kann. Dann vermehre man aber die Anzahlder Bogenrippen, und gebe den Schwellen, worin sich dieselben bey den Widerlagernanstemmen, d. i. den stutzschwellen, eine aufgehende Lage, wie Fig. 2- (bey h, 5.)Tab. 124. zeigt.

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$. 138. Die Entfernung der verbindungsschwellen aa gehört, wegen der Sta-bilität der Bogen, und der Zusammenziehung der einzelnen Curven (vermittelst derdadurch und diesen Schwellen gehenden schrauben) zu der wichtigsten Abtheilungdieser neuen Construction; ich halte es demnach für nöthig, darüber einige aus der