Band 
Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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vermehrt,- aber dennoch nicht vollkommen bewirkt, weil die Schwingung und Sei-tenausbiegung der Brücke dadurch nicht gänzlich verhindert ist. Ich habe daher densichern stand der Brücken noch durch folgende Maafsregeln zu bewirken gesucht:

a) Durch Anwendung mehrerer .parallel gehender Rippen in einer Oeffnung, wie z. R.bcy der Augsburger, Irsinger, Rott, -Bamberger, JYlühldarfer und Altmarker-Brücke.

b ) Durch die geringen Abstände der Verbindungsschwellen. c) Durch Anbringungder stützklotze, Spannstreben und Windruthen, d ) Durch die diametrale Verbindungder Diagonalrippen Tab. 115. e) Durch die Umgebungen und Füllung der joche undihre Construction, weil dieselben bey einzelnen Jochpfählen stets oscillirt hätten, undnothwendig die Schwingung, worin sie gerathen, dem Brückenkörper mitgetheilt ha-ben würden, j) Durch die stützstreben und endlich g) durch Befestigung der Rip-pen in die Widerlager auf den nach einer schiefen Fläche gelegten stützschwellen, dieinan auf Grundschwellen, welche man in das Gemäuer des Widerlagers einlegte, ru-hen. Diese Verbindung ist bey den Bogenbrücken wesentlich., denn sie giebt unver-rückbare Stützpunkte. Endlich müssen die Bögen an den jochen fest aufliegen: die-ses , so wie die Anbringung von Diagonalrippen, oder wo diese fehlen, die Einzie-hung der Kreutzstreben und windrathen., verhindert, ausser der oscillation auch dieAusbiegung von der verticalebene, die ehemals bey Häng- und sprengwerken stattgefunden hat; sie giebt dem ganzen Brückenkörper eine Steifigkeit, und vertheilt denDruck der Lasten auf eine grofse Anzahl von Tragpuncten.

§. 143. Wo man Eichenholz oder Lerchenholz haben kann, müssen alle indie Widerlager hineingehenden Curven, so wie die schlufsbalken, Tragschwellen, strafsen-träger und Geländer aus diesen Holzern bestehen, weil diese Theile der Bogenbrückenmehr als die übrigen der Nässe ausgesetzt sind, folglich in Fäulnifs übergehen. Auchkann man defswegen die obere Curvenlage aller Kippen, die Geländer , Tragschwellen,Verbindungs- und schlufsbalken, aus diesen Holzarten wählen, wenn es nur immerthunlieb ist. Ueberhaupt sollte man die Haupttheile der Bogenbrücken daraus zumachen suchen; sollte die »rücke auch einige tausend Gulden mehr kosten.

§. 144. Sind bey diesen Bogenbrücken, so wie bey den Brücken aller Art,sichere Stützpunkte nothwendig; sie sollten immer aus massiven gut fundirlen Wider-lagern und aus den im vor. §. angeführten Verbindungen und die mittlern, aus jochen,von Eichen - oder Lerchenholz, wie bey der Rosenheimer Brücke (Tab. 122.) oderaus massiven Pfeilern, wie bey der Bogenhauser Bogenbrücke vor München und beyder Mühldorfer nr-ücke (Tab. 124.), bestehen. Nur in Nothfällen nehme man zu denjochpfählen anderes, als Eichen, Lerchen oder Kiefernholz.

§. 145. Wegen den pjaldjochen selbst kann ich blos auf die §. 13. bis 17.verweisen, indem ich davon schon an mehrern Stellen fast alles, was sie betrifft,gesagt habe. Werden gemauerte Pfeiler angebracht, so gebe man ihnen eine Dickevon 4 bis 6' , je nachdem der Flufs reissend ist und einen Eisgang führt; bey Flüs-