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Dritter Band mit zwey und dreyssig Kupfern.
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sen, wie der Rhein , die ungeheure Eismassen führen, wähle man feste, aus Eisengegossene rfähle, weil weder die hölzernen Joche noch gemauerte Pfeiler dem- Eis-gänge widerstand leisten werden, es sey dann, dafs man vor denselben drey hohleeiserne pfähle einrammte, und dem mittlern oder vorstehenden pfähl eine scharfe ge-gen den ström gehehrte Kante gäbe.

14Ö. Die Widerlager anbetreffend,, so richtet sich a) ihre Breite sowohlnach dem darauf gerichteten Anfall des Stromes und der Eismassen, als nach derBreite der Brücke; immer sollte sie diese um 10 Schuh übertreffen. Als seyspieledienen die Widerlager der »rücken von Mühldorf xab. 124. und Rosenheim Tab. 122.ö) Ihre Dicke sollte nicht unter. 12 Schuh betragen , damit der Bogen in dieselbenoch 6 bis 10 schuh hineingehe, um dessen Stabilität zu vermehren und dessen Sei-tenausbiegung zu verhindern, c) Des- Widerlagers Rohe mag bis zur Auffahrt hinaufgehen, um auf demselben Sitzbänke anzubringen, und den Chaussee-Körper zu si-chern; nur sehr breiten Widerlagern gebe man auf ihren seiten Abdachungen; d )Wenn der Ingenieur erwägt, dafs eine unbedeutende Senkung des Widerlagers vondessen in dem Entwürfe gegebenen Stande, die Seitenausbiegung bewirken^ und dieschöne Form der Bogenbrücke verderben müfste, so wird derselbe auf dessen Grün-dung und Aufführung alle Sorgfalt verwenden. Der geringste Nachtheil, welcherdaraus entstünde, wäre dieser: dafs wenn die Senkung nach Vollendung des Bauesentsteht, man die den Widerlagern zunächst stehenden zwey Bogen» durch Pfahljocheunterstützen, mit Schrauhgeschirre in die ursprüngliche Lage bringen, und sie indie Kammer des Widerlagers dergestalt mit auf Feuer getrockneten Klötzen und Kei-len unterlegen müsse, damit sie wieder ihre Form erhalten.

§. 147. In der Regel mufs man also die Widerlager aus Mauerwerk machen,wenn gleich die aus Balkenwänden bestehende, mit Feldsteinen, Kiesel und Mauerschutt,oder einem Gufs von frischgelöschtem Ilalch und Kies auszufüllenden Widerlagern nicht'ganz zu verwerfen sind. Diese werden jedoch früher als die Bogen verfaulen, unddann erfordern sie, wegen der schwere des Brückenkörpers, besonders da, wo derGrund nicht aus Steinen besteht, gleichwohl einen pfahlrost; folglich müssen dabeydie bedeutendsten Ausgaben gemacht werden; endlich geben sie kein schönes Anse--hen. Auch zeigen sie von der Armuth der Regierung oder des Volks, die man, am-allerwenigsten bey öffentlichen und nützlichen Werken, zur . Schau ausstellen sollte, wel-ches man, auch, nachdem jetzt der Bau der Bogenbrücken bekannt ist, mit dem Bauder gewöhnlichen elenden pfahlbrücken (über grofse Flüsse) thun würde I Es istdaher zweckmäfsig, die Widerlager stets von Steinen zu erbauen, wozu auch gutge-brannte Ziegel, die eben so lange als Werkstücke dauern, zu gebrauchen sind. Wieman indessen die einzelnen innern Abtheilungen der Widerlager anstatt eines Mauer-werkes mit Kiesel und Mörtel ausfüllen könne, ist bey den Brücken von Augsburg ,Oettingen und Freysingen gezeigt worden. Endlich wird man gut thun, in den sei-

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